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Region Burgwedel Nachrichten Wasserspiel soll im Sommer sprudeln
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16:08 09.11.2018
Mehr Attraktivität und Leben: Auf dem Domfrontplatz soll ab dem Sommer aus zehn oder zwölf Bodendüsen Wasser sprudeln. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Großburgwedel

 Nach jahrelangen Diskussionen um ein Wasserspiel auf dem Domfrontplatz biegt das Vorhaben auf die Zielgerade ein – zumindest sehen es so die Mitglieder des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses. Am Donnerstagabend stellte Landschaftsarchitekt Andreas Ackermann den Politikern und etwa einem Duzend Bürgern insgesamt drei Varianten für den Platz gegenüber dem Rathaus vor.

Alle drei Entwürfe, die der Planer aus Hannover erläuterte, sehen ebenerdige Düsen vor, aus denen Wasser spritzt. Nur die Zahl der Bodendüsen und die Anordnung der Wasserstrahlen unterscheiden die Varianten. Der erste Entwurf sieht einen länglichen Pflasterstreifen mit zehn Wasserdüsen vor. Der zweite Plan bietet auf einer rechteckigen Fläche zwölf kleinen, asymmetrisch angeordneten Springbrunnen Platz. Die gleiche Anzahl ist auch bei der dritten Variante vorgesehen, allerdings als Quadrat angeordnet.

Ackermann zeigte Bilder zur besseren Vorstellung: Ein bereits von ihm entworfenes Wasserspiel bei der Firma Sennheiser in der Wedemark etwa leuchtet blau. „Jede Düse hat eine eigene Pumpe und kann somit unterschiedliche Höhen erreichen – bis maximal 1,8 Meter hoch“, sagte der Planer. Zudem könne jeder Wasserstrahl mit einer anderen Farbe illuminiert werden. „Die Inszenierung des Farbenspiels lässt sich nach Wunsch programmieren“, so Ackermann. Falls gewünscht, könne auch die französischen Flagge inszeniert werden, wenn eine Delegation aus der Partnerstadt Domfront zu Gast sei.

So wie bei der Firma Sennheiser in der Wedemark könnte der neue Brunnen auf dem Domfrontplatz aussehen, aber in Farben und Höhe variieren. Quelle: Andreas Ackermann

Vor neun Jahren war der Domfrontplatz neu gestaltet worden. Schon damals wurde bei der Planung an ein Wasserspiel gedacht – und Anschlüsse sowie eine Zisterne unter der neuen Pflasterung verlegt. Damals gab es zwei Überlegungen, den Domfrontplatz attraktiver zu gestalten: Zur Debatte standen ein oberirdischer Brunnen und ein aus dem Pflaster sprudelndes Wasserspiel, das auch letztendlich das Rennen machte. Bereits 2016 sprach sich der Bauausschuss einhellig für die Boden-Fontänen aus. Diese können für Veranstaltungen ausgeschaltet werden und sind überfahrbar.

Im nächsten Sommer ist laut Großburgwedels Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller mit einer Umsetzung zu rechnen. Die benötigten Spenden von 70.000 Euro sind bereits vorhanden. Fortmüller ist federführend für die Sammlung verantwortlich gewesen. „30 Spender – Unternehmen sowie auch Privatleute – haben durchschnittlich 2500 Euro gestiftet“, berichtete der Ortsbürgermeister dem Ausschuss am Donnerstagabend. Die kleinste Spende liege bei 1000 Euro und die höchste bei 10.000 Euro. Weitete 30.000 Euro wurden im Haushalt seit 2012 Jahr für Jahr weitergeschoben. „Somit ist die kalkulierte Summe für das Wasserspiel in Höhe von 100.000 Euro erreicht“, sagte Fortmüller.

„Bei vielen Spendern ist die Idee mit dem Wasserspiel auf Begeisterung gestoßen, weil damit der Platz belebt und für Kinder Abwechslung bietet“, erzählte Fortmüller. Auch der Ausschuss befürwortete das Wasserspiel als neuen Anziehungspunkt gegenüber dem Rathaus. Eine Abstimmung über die drei Varianten gab es indes nicht. „Wir überlassen es vertrauensvoll dem Ortsrat, einen Entwurf auszuwählen“, kündigte Ausschussvorsitzender Jürgen Schodder an. Das traf auch bei den anderen Ausschussmitgliedern auf Zustimmung.

Der Ortsrat berät über die drei Entwürfe am Donnerstag, 15. November, ab 18 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses. Der Bauausschuss wolle sich dann in der nächsten Sitzung im Januar dem Votum des Ortsrates anschließen, sagte Schodder.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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