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Region Burgwedel Nachrichten Die Kunst bewegt rund 1000 Besucher
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00:40 30.05.2018
Karin Griemsmann (Vierte von links) führt Hans Hasselhop-Lex (von links), Sibylle Horst, Olaf Jänel, Andrea Lex, Kathrin Jänel und Hans Horst durch den von ihrem verstorbenen Mann Heinrich hinterlassenen Skulpturengarten. Quelle: Jarolim-Vormeier
Großburgwedel

„Kunst in Bewegung“ (KiB) hat zwei unterschiedlich stark besuchte Tage erlebt. 44 Künstler haben am Wochenende in Großburgwedel an insgesamt 20 Ausstellungsorten sich und ihre Arbeiten gezeigt. Mit 800 bis 1000 Besuchern ist Organisator Karlheinz Schridde recht zufrieden und blickt zuversichtlich auf die 13. Auflage im nächsten Jahr.

Am Sonntag wirkte die Stadt wie in den Anfangsjahren von KiB: Überall in der Stadt waren Radfahrer unterwegs, die von einem Kunststandort zum nächsten radelten – nur mit dem Unterschied, dass es früher auch zahlreiche Kunstorte in den Ortschaften gab. Der zweite Unterschied erschloss sich nur Insidern: „Seitdem wir uns nur noch auf Großburgwedel konzentrieren, sind mehr Fußgänger unterwegs“, so Schridde. Seiner Beobachtung zufolge waren speziell am Sonntag 80 Prozent der Kunsttouristen „auf den Beinen“. Die ganz große Euphorie sei zwar vorüber, aber: „Der Anteil der Leute, die sich für Kunst interessieren, ist nach wie vor groß“.

Genau diese Erfahrung machte Dagmar Zerner. Die Malerin aus der Wedemark stellt ihre Werke im Amtsgericht aus. „Die Veranstaltung hat viel Niveau, man kommt mit den Leuten ins Gespräch. Das Gericht war in diesem Jahr zum ersten Mal Schauplatz von KiB und somit ein besonderer Magnet. „Die Besucher sind neugierig, wie es drin aussieht“, vermutete Zerner.

Zu den mobilen Kunstfreunden gehörten die Großburgwedeler Karin und Ralph Grün. Sie interessieren sich für Malerei und Skulpturen. Mehr als sieben Kunstorte wollten sie allerdings nicht in Augenschein nehmen. „Bei so vielen schönen Eindrücken sei dann meine Aufnahmefähigkeit nicht mehr vorhanden“, erklärte Ralph Grün – und schwang sich auf sein Fahrrad.

Auch Hans und Sibylle Horst sowie Kathrin und Olaf Jänel waren auf Kunsterkundungstour in Großburgwedel im wahrsten Sinne in Bewegung. Aus der Wedemark waren sie mit dem Fahrrad gekommen. "Wir schauen uns zum ersten Mal die Ausstellung an und sind positiv überrascht, was man mit Kunst alles machen kann", sagte Sibylle Horst. Vor allem lasse sich viel mit Farbe machen. In der Grundschule Großburgwedel wäre sie mit den Bildern und Taschen, Schlüsselanhängern und Schuhen von Ulrich Saloga voll auf ihre Kosten gekommen. „Die Tage sind oft schon grau genug, Farbe ist wichtig“, so das Credo des Künstlers, der sich nach eigener Aussage ein wenig von Afrika hat inspirieren lassen.

Einen kleinen KiB-Nachhall wird Großburgwedel noch erleben: Karlheinz Schridde will die 15 überall in der Stadt aufgehängten Bilderrahmen, durch die mit dem Fotoapparat neue Großburgwedel-Ansichten geschossen werden sollen, diese Woche noch hängen lassen. Die originellsten Fotografien werden prämiert.

Interview mit Ausstellerin Heidi Grotwinkel, einem KiB-Urgestein

Warum sind Sie schon so lange dabei?

Ich bin von Anfang an dabei. Ideengeber Martin Vietmeyer hatte mich vor 13 Jahren mit ins Boot geholt. Es gibt tolle Gespräche mit den Besuchern und die bekommen tolle Kunst zu sehen – das ist der Reiz der Veranstaltung. Außerdem bin ich nach wie vor dabei, weil um mein Haus herum ein großer Garten ist, in dem Bildhauer ausstellen können. So wie in den vergangenen Jahren Peter Neubert, der leider in diesem Jahr nicht dabei ist. Obwohl ihn alle sehen wollten.

Muss sich an Kunst in Bewegung etwas ändern?

Meiner Meinung nach ja. Ich vermute, dass die Veranstaltung zu oft stattfindet. Alle zwei Jahre würden reichen. In diesem Jahr war es am Sonnabend besonders ruhig. Die Organisation von Karlheinz Schridde war wie immer gelungen.

Die große Euphorie ist ist raus. Warum ist das so?

Wegen des Überangebots. Zu viel haben die Menschen jedes Wochenende vor. Weil der Aufwand zu groß ist, werde ich im nächsten Jahr nicht mehr dabei sein.

Interview: Katerina Jarolim-Vormeier

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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