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Nachrichten Wiederhören mit dem Man in Black im Amtshof
Region Burgwedel Nachrichten Wiederhören mit dem Man in Black im Amtshof
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11:16 27.09.2018
Valeska Kunath und Robert Tyson sind im Amtshof das Dreamteam June und Johnny Cash. Quelle: Jürgen Zimmer
Großburgwedel

„Den kenne ich schon mein Leben lang, da muss ich einfach hin“ – und Eugen Reichardt aus Großburgwedel war nicht der einzige: Ausverkauft war das Konzert der Johnny-Cash-Tribute-Band „The Cashbags“ in Großburgwedel schon kurz nach Öffnung der Vorverkaufskassen. Erst im April hatte sich die Band in der Musikscheune in Isernhagen feiern lassen. Jetzt auch im Amtshof?

Kurz nach 20 Uhr: Zunächst bleibt die Bühne leer. Eine junge Frau im 50-er-Jahre-Petticoat erschein und kündigt an, die Band werde wohl gleich kommen. Sie animiert das Publikum, rhythmisch zu klatschen, während sie selbst schon mal zwei Songs „zum Aufwärmen“ singt. Später wird man sie wiedersehen und -hören – in der Rolle von June Carter-Cash, Johnnys großer Liebe.

Und dann kommen auch die Kollegen in Anzug, Weste, weißem Hemd mit Schlips: Stephan Koehler an der E-Gitarre, Brenny Brenner am Bass und Tobias Fuchs am Schlagzeug legen sofort los. Der Meister selbst, Robert Tyson alias Johnny Cash, darf im schwarzen Hemd die Akustik-Gitarre bedienen. Schnörkellos, fast schon ein wenig zu abgeklärt, kommen der „Folsom Prison Blues“ und der „Cocaine Blues“ rüber. Erst beim „Orange Blossem Special“, den Tyson virtuell auf zwei winzigen Mundharmonikas spielt, sind die Cashbags beim Burgwedeler Publikum angekommen.

Der Besen rührt, die Basssaiten werden angeschlagen, die E-Gitarre nimmt Fahrt auf: „I Walk the Line“. Da ist er, der stampfenden Klang, ähnlich dem eines fahrenden Zugs – genau bei diesem Song war der berühmte „Boom-Chicka-Boom-Sound“ 1956 eher zufällig improvisiert worden. Weil die Band damals noch keinen Schlagzeuger hatte, klärt Tyson auf, schob Cash ein Papierstück durch die Saiten am Griffstück seiner Gitarre.

Jetzt läuft der Motor rund, der nächste wird Gang eingelegt: June Carter alias Valeska Kunath singt mit klarer voller Stimme im Duett mit dem Man in Black „Jackson“. Ein Superhit jagt den nächsten. „Ring of Fire“, jene überirdische Ballade aus dem Jahr 1963, von June Carter geschrieben, in der die noch anderweitig verheiratete Musikerin ihre verbotene Liebe zu Cash beschreibt. „Ich fiel in einen brennenden Ring aus Feuer, ich ging zu Boden, zu Boden, und die Flammen schlugen höher ...“

Am Ende werden die Cashbags auch im Amtshof gefeiert. Der Bandname hat nicht zu viel versprochen: Den legendären, vor 15 Jahren verstorbenen Sänger und Songschreiber aus Nashville, Tennessee, den man nur in schwarzem Outfit kannte, haben Tyson & Co. irgendwie zum Leben erweckt.

Von Jürgen Zimmer

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