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Nachrichten Feuerwehrmusiker proben für „Samstag-Abend“-Konzert
Region Burgwedel Nachrichten Feuerwehrmusiker proben für „Samstag-Abend“-Konzert
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02:00 10.03.2018
Klarinetten, Querflöten und Saxofone proben in der ersten Reihe. Quelle: Martin Lauber
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Großburgwedel/Isernhagen F.B

 “Ba-ba-ba-baaaa!“ Ralf Rothausen – 30 Jahre jung, weißes T-Shirt mit schwarzen Palmwedeln - singt eine unmissverständlich pointierte Vorgabe, wie er sich das Staccato vorstellt. 21 Musiker zwischen 13 und 79 Jahren lassen ihn keine kleine Terz lang aus den Augen und den Ohren – die Klarinetten und  Querflöten sitzen vorne, Trompeten und Horn in der zweiten Reihe, hinten im Halbkreis Tuba und Schlagzeug. Während sich die Nacht auf Großburgwedel senkt, wird im hell erleuchteten ersten Stock des Feuerwehrhauses musiziert. „So richtig intensiv“, sagt Rothausen, werde seit Mitte Dezember geprobt – zweimal die Woche zusätzlich zu zwei Probenwochenenden.

Von der Couch auf die Tanzfläche

Das ist der Ansporn: Am Sonnabend, 17. März, will der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr – wie schon einmal vor zwei Jahren – sein Publikum in der Scheune des Isernhagenhofs packen. Die Feuerwehr-Kameraden aus F.B. helfen beim Quartiermachen, die Feldküche rückt aus Großburgwedel mit Chili an. „Samstag-Abend“ heißt das Motto des Konzerts – eine Anspielung nicht nur auf den Termin, sondern auch darauf, was musikalisch auf dem Programm steht:  Von der Couch im ersten Teil mit Filmmusik sollen die Zuhörer mit Pop, Disco & Co. im zweiten Teil musikalisch auf die Tanzfläche wechseln. Keiner der 16 geplanten Titel wird verraten – nur soviel: Alles ist neu im Repertoire  außer der Zugabe – aber die war ja auch 2016 der Knaller. Zur After-Show-Party mit Discjockey nach kurzer Umbaupause können die Musiker dann auch selbst mittanzen.

Das Highlight alle zwei Jahre

Bis dahin wartet aber noch Arbeit. Luca (13) und Thies (14) sind beide im letzten Jahr aus der Bläserklasse des Gymnasiums zum Musikzug gestoßen. Während die anderen in die Probenpause gehen, packen die Siebtklässler um 21 Uhr ihre Instrumente für den Heimweg. Sie proben auch daheim und sind damit  nicht die einzigen. Auch Sylvia Riedel will live alles geben: „Man möchte ja auch mal richtig gefordert werden“, sagt die Saxofonistin. Trotz der gut 35 Auftritte und Ausmärsche pro Jahr: Das „Samstag-Abend“-Konzert sei für sie d a s Highlight, „auf das man hinarbeitet“. Auch Klarinettistin Theresa Krauthoff, die seit 20 Jahren im Musikzug dabei ist, braucht die Herausforderung. Man wolle sich musikalisch ja weiter entwickeln, müsse „auch mal was anderes machen“, findet sie. 

Fast eine zweite Familie

Und dann ist die Pause auch schon vorbei. „Die meiste Arbeit steckt im sauberen Ton, in der Intonation des Gesamtorchesters“, verrät der Ensemblechef.  „Wer spielt da die falsche Achtel?“ - Ralf Rothausen versucht, grimmig zu klingen - „... der wird erschossen.“ Dass bisweilen eine „Ansage“ not tue, ist für keinen im Team ein Problen, der Ton ist locker. „Das ist wie eine zweite Familie“, erklärt nach den vielen gemeinsam verprobten Stunden Theresa Krauthoff.

Beim „Samstag-Abend“-Konzert wird noch eine ins belgische Exil gegangene frühere Mitmusikerin und deren Partner das Orchester verstärken. Es beginnt am 17. März um 19.30 Uhr im Isernhagenhof, Einlass ist eine Stunde früher. Karten – es sind nur noch einige Dutzend übrig – gibt es zum Preis von zwölf Euro. Zu haben sind sie in der Buchhandlung Böhnert, Im Mitteldorf, in Großburgwedel, oder bei Nicole Neber unter Telefon (0177) 3232449.

  

Von Martin Lauber

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