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Jürgen Knörich (von links), Erwin Fette, Hartmut Kitzing und Felix Bartels bei der Übergabe von Georg-Wilhelm Brennekes (sitzend) Geschichtswerk.

Jürgen Knörich (von links), Erwin Fette, Hartmut Kitzing und Felix Bartels bei der Übergabe von Georg-Wilhelm Brennekes (sitzend) Geschichtswerk.
© Jürgen Zimmer

Wettmar

Der malende Bauer zeigt Wettmars Vorgeschichte

Als Landwirt und als vielseitigen Maler kennen die Wettmarer Georg-Wilhelm Brenneke. Jetzt hat der 83-Jährige einen Band über die Landschafts- und Siedlungsgeschichte dem Heimatverein vermacht.

Wettmar.  „Für neue Dinge bin ich immer offen“, bekannte Wettmars malender Bauer Georg-Wilhelm Brenneke anno 2013 am Rande einer ihm gewidmeten großen Retrospektive. Nun hat sich der 83-Jährige auch als Chronist etabliert. Nach 20-jähriger Arbeit, auch als ehrenamtlicher Fundmelder von steinzeitlichen Werkzeugen und Gebrauchsgegenständen, hat er seinen Band „Landschafts- und Siedlungsraum Wettmar“ abgeschlossen.

Brenneke wandelt in den Spuren des Wettmarer Hobbyarchäologen Rudolf Bähre und des Dorfchronisten Manfred Obst, der mit „Geschichten und Geschichte aus mehr als 1000 Jahren“ 1996 eine Mischung aus Chronik und Anekdotensammlung veröffentlichte. Auch Historiker Christian Heppner berichtet in seiner Burgwedel-Chronik ausführlich über die vorgeschichtliche Zeit und früheste menschliche Spuren. 

Aber dem vielseitigen Brenneke hat das alles nicht genügt. Er fand einen neuen Ansatz, indem er sich ausschließlich auf Wettmar konzentrierte. Die Zeit vom Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren bis zur Industrialisierung um 1900 umspannt seine Chronik. Brenneke stellt die Veränderungen in der Landschaft und im Siedlungswesen in den Mittelpunkt – beginnend bei der Vegetation in der Eiszeit, die durchziehenden Rentierherden Nahrung bot, geht es über Alt-, Mittel- und Jungsteinzeit bis in die Neuzeit.

Kelten, Germanen und Sachsen wanderten durch die Wettmarer Geschichte. Einblicke gibt es in die Lebensumstände von Jägern, die Bauern wurden und in die regionalgeschichtlichen Hintergründe, die ihren Alltag beeinflussten. Brachte die Industrialisierung auch ganz neue Herausforderungen, die Bevölkerung blieb lange bäuerlich geprägt.

Sein 160 Seiten starkes Werk hat Brenneke mitsamt den Rechten daran dem von ihm mitbegründeten Heimatverein für das Kirchspiel Engensen, Thönse und Wettmar in einer kleinen Feierstunde übergeben. Felix Bartels, Jürgen Knörich und Hartmut Kitzing für den Heimatverein sowie Ortsbürgermeister Erwin Fette nahmen das Geschenk dankend entgegen. Die ersten Exemplare sollen auf dem Wettmarer Weihnachtsmarkt an Sonntag, 3. Dezember, zum Preis von 65 Euro verkauft werden.

Von Jürgen Zimmer


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Burgwedel ist ...

  • ... eine Stadt im Nordosten von Hannover, die aus sieben Stadtteilen besteht und mehr als 20.000 Einwohner hat
  • ... schuldenfrei (!)
  • ... die Heimat von Martin Kind, Präsident von Hannover 96
  • ... Sitz der Drogeriemarktkette Rossmann
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