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Nachrichten Gartendeko als Brennglas: Terrasse fängt Feuer
Region Burgwedel Nachrichten Gartendeko als Brennglas: Terrasse fängt Feuer
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16:47 29.05.2018
Der Brand wurde schnell entdeckt, Wettmars Ortsfeuerwehr griff schnell ein: So blieb es bei äußerlichen Schäden an dem Einfamilienhaus am Nordberg. Quelle: Felix Koenig (Symbolbild)
Wettmar

Von „Brennglaseffekt“ sprechen die Spezialisten des Zentralen Kriminaldienstes der Polizei Hannover: Durch die intensive Maisonne ist in Wettmar dank dieses Effekts ein harmlos scheinender Dekoartikel aus Glas und Metall zum Auslöser eines Brandes geworden, dem beinahe ein Einfamilienhaus zum Opfer gefallen wäre.

Schauplatz war der Nordberg. Mehrere Anwohner sahen dort am Montagnachmittag gegen 16.20 Uhr Rauch von einem Grundstück aufsteigen und alarmierten die Rettungskräfte. Als der erste Dreier-Trupp der Ortsfeuerwehr Wettmar kurz später eintraf, stand die Holzterrasse des Einfamilienhauses in Vollbrand, ein Sichtschutzzaun sei schon abgefackelt gewesen, berichtete Ortsbrandmeister Karsten Weigt, ebenso ein Baum. Aber die Feuerwehrleute konnten das Feuer rasch löschen. „Noch ein paar Minuten länger, und das Haus wäre in Mitleidenschaft gezogen worden“, ist Weigt sicher, der am Abend zur Nachschau am Einsatzort war.

Schlimmeres verhinderte nach Aussage der Polizei aber offensichtlich auch ein auf der Terrasse stehender Pool, der durch die Flammen zerstört wurde und seine Wassermassen über die Flammen ergoss. Das durch das Feuer äußerlich beschädigte Haus blieb so immerhin bewohnbar, auch wenn eine große Wohnzimmerscheibe platzte und eine Kunststoffjalousie angeschmort war.

Der Pool, ein Jacuzzi, sei samt Pumpe und Heizung zu einem Klumpen geschmolzen. „Da ist nichts von übrig geblieben“, berichtet Karsten Weigt. Verletzt wurde bei dem Brandeinsatz niemand. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf rund 20 000 Euro.

Scherben und Glut können zur Gefahr werden

Wegen der anhaltenden Trockenheit herrscht sowohl Waldbrand- wie auch Grasbrandgefahr. In der täglich aktualisierten Gefahrenprognosen des Deutschen Wetterdienstes rangierte Burgwedel am Dienstagnachmittag in beiden Kategorien in der zweithöchsten Risikostufe 4 (“hohe Gefahr“). Schon kleine Glutreste reichten jetzt aus, um ein Feuer zu entfachen. Dasselbe gelte für achtlos weggeworfene Flaschen, warnte Burgwededels Stadtbrandmeister Ingo Motl. Eine Scherbe könne den gefürchteten Brennglaseffekt auslösen. Motl: „Ich kann da nur an die Vernunft der Bürger appellieren.“

Von Martin Lauber

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