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Wenn es nach der Grundschule geht, wird der Schulhof nicht für einen Erweiterungsbau angetastet.

Wenn es nach der Grundschule geht, wird der Schulhof nicht für einen Erweiterungsbau angetastet.
© Martin Lauber

Kleinburgwedel

Eltern warnen vor Verzögerung des Schulanbaus

Außer Verwaltung und Grundschule wehren sich jetzt auch die Schuleltern gegen eine weitere Beratungsrunde über die Anbaupläne. Wegen des Zeitverlusts drohe längerer Unterricht in Containern. 

Kleinburgwedel.   Bei den Elternvertretern der Grundschule Kleinburgwedel herrscht Krisenstimmung. Nachdem der Ortsrat die aktuellen Pläne für einen Erweiterungsbau entlang der Moorstraße aus städtebaulichen Gründen verworfen  und infolgedessen auch der Schulausschuss mit CDU-Mehrheit noch kein Votum für den Anbau abgegeben hat, fürchten sie nun Verzögerungen für den Baustart. Die drohende Folge: Bei steigenden Schülerzahlen müsse eventuell ein Teil der Kinder für längere Zeit in Containern unterrichtet werden.

Vor der Schule hat der Ortsrat einen „Campus“ für sich entdeckt, den er möglichst für dörfliches Gemeinschaftsleben erhalten sehen möch

Vor der Schule hat der Ortsrat einen „Campus“ für sich entdeckt, den er möglichst für dörfliches Gemeinschaftsleben erhalten sehen möchte.  Die aktuellen Pläne sehen hier einen Gebäuderiegel entlang der Moorstraße vor.

Quelle: Martin Lauber

Mensa, Bücherei und Toiletten sollen nach den Bauplänen, die Stadtverwaltung und Grundschule gemeinsam entwickelt haben, in den Neubau an der Moorstraße einziehen und im Altbestand Platz für neue Klassenräume machen. Der Ortsrat indes will, dass auch über eine Alternativplanung geredet wird,  die den Freiraum zwischen Schule und Haus der Kirche erhält. Die Schule hat signalisiert, dass sie es ablehnt, dass dies auf Kosten ihres Schulhofs ginge. Kommenden Donnerstag werden Orts- und Schulpolitiker gemeinsam in nichtöffentlicher Sitzung die Örtlichkeit in Augenschein nehmen.

Bereits am Motag wollen sich die Elternsprecher vernehmlich zu Wort melden.  Andrea Krüger und Carsten Rotterstedt  haben für den 13. November um 20 Uhr ins Haus der Kirche eingeladen, um dort interessierte Eltern, die Mitglieder des Ortsrates, Lehrer sowie den für die Liegenschaften zuständigen Kämmerer Christian Möhring über ihre Sicht  der Dinge zu informieren. Wegen der wachsender Schülerzahlen – ein Teil der Großburgwedeler Kinder pendelt seit 2016 nach Kleinburgwedel - werde es kurzfristig zu eng in der Schule. „Es steht eine politische Weichenstellung bevor, die den notwendigen Anbau erheblich verzögern könnte. Für den Schulalltag würde das bedeuten, dass die Kinder nicht nur während der Umbauphase, sondern bereits bei Platzmangel ... in Schulcontainern lernen müssten“, heißt es in der Einladung.

Sebastion Müller, Sprecher der CDU-/FDP-Mehrheitsgruppe im Rat, versuchte gestern im Gespräch mit der HAZ, die Wogen zu glätten. Der Ortsrat habe von seinem Anhörungsrecht Gebrauch gemacht, sein Kernanliegen sei immerhin nachvollziehbar. Nach Müllers Auffassung ist es möglich, einen Alternativentwurf zu beraten und trotzdem die geplante Beratungsfolge einzuhalten, sprich, am 18. Dezember  mit dem Haushalt auch den Schulanbau zu beschließen.

Von Martin Lauber


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