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Region Burgwedel Nachrichten Telekom plant weiteren LTE-Sendemast
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16:39 10.10.2018
Die Antennen auf Mobilfunkmasten sollen ein möglichst flächendeckendes Netz für den Handy-Empfang gewährleisten. Quelle: Jens Büttner/dpa (Archiv)
Burgwedel

Wer kennt das nicht? Man ist mit dem Handy unterwegs, telefoniert und plötzlich ist der Gesprächspartner nur noch bruchstückhaft zu verstehen und kurze Zeit später ist die Verbindung ganz weg. Ein Funkloch, wieder einmal. Und davon gibt es viele in Burgwedel. Aber es gibt Hoffnung auf Besserung: Die Telekom kündigt an, im kommenden Jahr in der Kommune einen weiteren Sendemast auf moderne Breitband-Mobilfunktechnologie LTE (4G) umzurüsten. Er soll im zweiten Halbjahr 2019 in Betrieb gehen.

Das der bitter nötig ist belegt eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. 38 Klagen über Orte ohne Handy-Empfang haben die Ministeriumsmitarbeiter nach einer Bürgerumfrage für Burgwedel und Umgebung gezählt und fein säuberlich in einer Tabelle aufgelistet. Damit schafft es die Kommune auf Platz vier der Statistik der Orte, mit den meisten Funklöchern in Niedersachsen. Schlechter schnitten nur noch Uplengen, von wo 69 Meldungen eingingen, Rastede (63) und Munster (39) ab.

In der Burgwedeler Stadtverwaltung hätte man auf solch einen Spitzenplatz unter den niedersächsischen Kommunen gerne verzichtet. „Wir haben selber auch mit Funklöchern zu kämpfen“, sagt Stadtsprecherin Michaela Seidel. „Angekommen ist der Netzausbau hier noch nicht.“ Allerdings seien der Stadt die Hände gebunden. „Wir können von unserer Seite keinen Anbieter zwingen etwas auszubauen“, sagt Seidel. Es gebe keine gesetzliche Grundlage, auf der die Verwaltung handeln kann. Wenn jemand etwas tuen möchte, um den Mobilfunk-Empfang zu verbessern, unterstütze man im Rathaus diese Vorhaben. Selbst kann die Stadt kein Handynetz anbieten. „Wir sind kein Provider“, sagt Seidel.

Die allerdings sehen die Probleme nicht: „Wir können diese Zahlen nicht nachvollziehen“, sagt Vodafone-Konzernsprecher Volker Petendorf. Und weiter: „Vodafone bietet bereits jetzt in Burgwedel eine nahezu flächendeckende Mobilfunkversorgung mit Sprachdiensten (GSM und LTE) an. In den besiedelten Gebieten haben wir eine Outdoor-Versorgung von mehr als 99,9 Prozent der Bevölkerung. Innerhalb ihrer Gebäude können über 95 Prozent der Einwohner mit dem Handy telefonieren“, sagt er und beziffert die Versorgung der Burgwedeler mit Breitband-Mobilfunktechnologie LTE (4G) mit 92 Prozent.

Ähnlich äußert sich auch seine Kollegin Stefanie Halle von der Telekom. „Natürlich haben wir auch die ein oder andere Klage gehört, aber insgesamt ist dies sehr überschaubar. Wir haben heute auf dem Gebiet der Stadt Burgwedel acht Mobilfunkstandorte in Betrieb.

Die Zahlen über Funklöcher stammen aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion. Das Ministerium hatte die Niedersachsen aufgefordert Funklöcher über ein Internetportal zu melden. Daraufhin hatten sich knapp 9000 Betroffene zwischen Ende April und Ende Mai bei den Mitarbeitern der Behörde gemeldet. Grund für den Bürgeraufruf war nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Bernd Althusmann die Diskrepanz zwischen den Angaben der Mobilfunkbetreiber und den realen Bedingungen vor Ort. In Burgwedel meldeten Bürger am häufigsten im Haselkamp und der Celler Straße eine Unterbrechung des Handy-Empfangs. Betroffen waren Kunden unterschiedlicher Anbieter.

Von Thomas Oberdorfer und Julia Polley

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