Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Gymnasium: Planung für den Neubau schreitet voran
Region Burgwedel Nachrichten Gymnasium: Planung für den Neubau schreitet voran
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 01.10.2018
Beim Gymnasium ändert sich einiges – hier noch einmal alles im Überblick: Als erstes sollen die Sporthallentrakte F und G einem neuen Klassentrakt für die Jahrgänge 5 bis 10 weichen. Die Aula daneben (H) wird saniert, während im Trakt A die Naturwissenschaften gebündelt werden. In der Mitte (B/E) bekommen die Verwaltung ebenerdig und die Oberstufe in den beiden Obergeschossen mehr Platz, bevor ganz zum Schluss die Trakte C und D abgerissen werden. Quelle: zur Brügge (Archiv)
Großburgwedel

Straff nach Schema treiben die Planer der Firma Drees & Sommer den Neubau des Gymnasiums Großburgwedel voran. Und peu à peu konkretisieren sich die Pläne für die Teilsanierung des Gebäudekomplexes aus den Sechzigerjahren. Den Schritt „Nutzerbedarfsprogramm“ im insgesamt anderthalbjährigen Planungsprozess hat jetzt ein Workshop in der Schule in Grundzügen abgehakt. Mitarbeiterinnen des auf Bau und Immobilien spezialisierten Stuttgarter Beratungsunternehmens haben die Ergebnisse am Donnerstagabend im Schulausschuss vorgestellt.

Kreidetafel oder Whiteboards?

Bevor die Sanierung des Bestands angefasst wird, haben die Workshop-Teilnehmer sich zunächst den geplanten barrierefreien Neubau eines Klassentrakts für die Jahrgänge 5 bis 10 vorgenommen. Denn er muss bezugsfertig sein, wenn vom Schuljahr 2021/22 an am Gymnasium Großburgwedel nach dem Abgang des letzten G-8-Jahrgangs wieder durchgängig neun Jahrgänge unterrichtet werden.

Der neue Klassentrakt für die Sekundarstufe I soll hochgezogen werden, wo jetzt noch die Sporthalle des Gymnasiums steht. Fünf mit 80 Quadratmeter großzügig gestaltete Klassenräume sollen jeweils an separaten Jahrgangsfluren platziert werden. Das sieht das pädagogische Konzept ebenso vor wie die Anordnung einer sogenannten „Homebase“ an jedem dieser Flure – ein Rückzugsraum für die Mittelstufenschüler und zugleich Platz für Differenzierung und Projekte. Dass diese Zonen je nach Alter der Schüler unterschiedlich gestaltet werden sollen, war Konsens. Aber wie genau, das ließen die Workshop-Teilnehmer offen, sie erwarten Vorschläge von den Planern. Offen blieb ebenso, ob Kreidetafeln oder Whiteboards kommen sollen. In puncto Medienausstattung ist so viel klar: Laptops oder Tablets sollen im Neubau in den Unterricht Einzug halten und verschließbar in den Einbauschränken gelagert werden.

 

Was wird aus dem Schulsport?

Weil beide Sporthallen-Trakte des Gymnasiums dem Sek-I-Klassentrakt zum Opfer fallen werden, muss Ersatz her. Bevor aber ein Neubau geplant wird, hat die Stadt Drees & Sommer damit beauftragt, die nahe gelegene Vier-Feld-Halle der IGS mit ihren 372 Tribünenplätzen unter die Lupe zu nehmen. Das Fazit: Einzelne Bauteile müssen ausgetauscht werden – kurzfristig das komplette, teilweise undichte Dach samt aller 82 Lichtkuppeln, außerdem Teile der Außenwandverkleidung aus Waschbetonplatten, der Heizung und der Lüftung. Ende Oktober will die Beratungsfirma Kosten nennen. Einen Abriss der Halle aus den Siebzigerjahren wird Drees & Partner nicht vorschlagen. Und genau diese Aussage ist entscheidend fürs Gymnasium. Dort müssen also wohl nur die beiden verlorenen Halleneinheiten neu gebaut werden.

Unisex-Toiletten sind gewünscht

Während über grundsätzliche Anforderungen an die neuen Klassenräume wie drahtloses Internet, Einbauschränke, große Fenster und gute Akustik Einigkeit herrschte, fiel die Entscheidung über die WC-Anlagen „nach hitziger Diskussion“, wie eine Drees & Sommer-Mitarbeiterin verriet. Der Erkenntnis folgend, dass es mehr als zwei Geschlechter gebe, sollen nicht nach Jungen und Mädchen getrennte WC-Bereiche eingerichtet werden, sondern für jeden Jahrgang Bereiche mit Unisex-Toilettenanlagen, wie sie mittlerweile an vielen neuen Schulen zu finden seien. „Man schließt hinter sich die Tür und findet jeweils ein WC- und ein Waschbecken vor“, verklarte die Referentin, was gemeint ist.

Wie geht es weiter?

Auf die Ausschreibung der Planungsleistung für das Schulprojekt wie auch der Erstellung der funktionalen Leistungsverzeichnisse haben sich sechs Bieter beworben. Mit allen werde man in die nächste Planungsstufe gehen, erklärte Christian Möhring, der in der Stadtverwaltung für den Hochbau zuständig ist. Die Bieter werden jetzt mit den Vorgaben aus dem Workshop versorgt. Erste inhaltliche Angebote für Burgwedels größtes Schulprojekt aller Zeiten, dessen Kosten bisher auf rund 29,5 Millionen Euro geschätzt werden, verspricht Drees und Partner sich bis Weihnachten.

An der Sporthalle der IGS ist einiges marode – unter anderem das Dach und die Waschbeton-Fassade sind aus Sicht der Bauberater kurzfristig erneuerungsbedürftig. Quelle: Lauber (Archiv)

Von Martin Lauber

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Schwäne, Kormorane und Fische fühlen sich in einer künstlichen Seenlandschaft an der Hengstbeeke wohl, die von gereinigten Abwässern gespeist werden. Es sind die Schönungsteiche der Kläranlage.

27.09.2018

Die Tributeband The Cashbags klingt nicht nur authentisch, sondern June und Johnny Cash kommen auch optisch gut rüber – fast wie Kinoklassiker „Walk The Line“. Der Amtshof war ausverkauft.

27.09.2018

In Sachen Baulandpolitik schwenkt der Burgwedels Rat jetzt offenbar auf einen Kompromisskurs ein. Drei Anträge zu diesem Thema wurden in der ersten Sitzung nach der Sommerpause einstimmig beschlossen.

26.09.2018