Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Kommentar: Die Stadt braucht bezahlbare Wohnungen
Region Burgwedel Nachrichten Kommentar: Die Stadt braucht bezahlbare Wohnungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 16.02.2019
Thomas Oberdorfer Quelle: Chadde
Burgwedel

Für Burgwedel ist es höchste Zeit, dass auf dem Wohnungsmarkt etwas passiert. Während die Nachbarn Burgdorf, Isernhagen und Langenhagen zum Teil kräftig wachsen, gehen in Burgwedel die Bevölkerungszahlen zurück – als einzige Kommune in der Region Hannover.

Mit diesem Alleinstellungsmerkmal erhalten Verwaltung und Politik die Quittung für eine seit Jahren verfehlte Wohnungsbaupolitik. Alte Häuser mit günstigen Wohnungen durch teure Luxusimmobilien zu ersetzen und Neubaugebiete fast ausschließlich mit Einfamilienhäusern zu bebauen, das freut Grundstückseigentümer und Investoren. Aber Otto Normalverdiener kann sich das Wohnen in Burgwedel schon lange nicht mehr leisten. Da hätte die Stadt früher eingreifen müssen.

Diese Erkenntnis scheint endlich auch bei den Kommunalpolitikern zu reifen. Zaghaft finden einzelne Mehrfamilienhäuser nun ein Plätzchen auf Entwürfen für Bebauungspläne in den Ortsteilen. Versteckt zwischen vielen neuen Einfamilienhäusern, so wie in den jetzt vorgestellten Entwürfen für Engensen, Kleinburgwedel, Thönse und Wettmar. Aber wer garantiert denn, dass dort auch wirklich günstige Wohnungen gebaut werden? Niemand.

Burgwedel braucht nicht nur ein paar einzelne Mehrfamilienhäuser, die Stadt braucht Konzepte. Für jedes der geplanten Neubaugebiete und auch noch für weitere. Ein Blick über die kommunalen Grenzen hinweg muss jetzt sein. Zum Beispiel nach Hannover. Will dort ein Investor ein neues Gebiet entwickeln, dann muss er auch günstige Wohnungen errichten. Und die Stadt schreibt die Quote vor, derzeit liegt sie bei 25 Prozent. Das heißt nicht, dass auf den Bau teurer Wohnungen und Häuser verzichtet werden muss. Nein, aber auf den richtigen Mix kommt es an.

Und den braucht nun auch Burgwedel. Sofort. Denn hier steht die Uhr nicht auf fünf vor, sondern eigentlich bereits auf fünf nach zwölf – zu viele Menschen haben längst der Stadt den Rücken gekehrt. Es ist überfällig, diesen Trend umzukehren.

Weiterlesen: Ausschuss stellt Pläne für vier Neubaugebiete vor.

Von Thomas Oberdorfer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Burgwedel werden vier neue Baugebiete auf den Weg gebracht. Aber selbst die Kommunalpolitiker haben Bedenken, ob die Anzahl der Wohnungen, die gebaut werden sollen, ausreicht.

16.02.2019

Runter vom Gas: Am Mittwoch geht der Blitzer an der L381 im Bereich der Würmsee-Kreuzung in Betrieb. Die Anlage kann den Verkehr in beide Richtungen überwachen.

15.02.2019

Kunterbunt mit Wassermotiven soll die Fassade am Freibad Großburgwedel zum Saisonstart im Mai die Besucher begrüßen. Möglich macht das ein Graffiti-Projekt, zudem sich Burgwedeler im Alter von 14 bis 27 Jahren jetzt anmelden können.

12.02.2019