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Region Burgwedel Nachrichten Volker Rosin kommt in diesem Jahr nicht
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12:40 08.10.2018
Singt und tanzt mit den Kindern in der Aula des Großburgwedeler Gymnasiums gemeinsam: Liedermacher Volker Rosin. Quelle: Carina Bahl (Archiv)
Großburgwedel

Jahrelang war dieses Konzert ein fester Termin im Kalender vieler Kinder und ihrer Eltern in und um Burgwedel. Doch in diesem Jahr kommt Kinderliedermacher Volker Rosin nicht in die Stadt. Der Grund: In den vergangenen zwei Jahren haben sich die beiden Auftritte an einem Tag finanziell nicht mehr rentiert. Bei Organisatorin Heidrun Schümer stand hinterher ein Minus auf dem Papier. Ob die 74-Jährige im nächsten Jahr nochmal einen Versuch wagt und Rosin-Konzerte organisiert, ist sie sich derzeit noch nicht sicher. „Mir tut es in der Seele weh und ich bedauere es, dass es in diesem Jahr keine Auftritte gibt“, sagt sie. „Aber ich hatte das Gefühl, dass er nicht mehr so nachgefragt ist.“

Die Büchereileiterin aus Wettmar hat Rosin in den vergangenen 27 Jahren jeden Herbst für jeweils zwei Konzerte nach Großburgwedel geholt. Anfangs trat er in der Grundschule in Wettmar und in der dortigen Turnhalle auf. Später wurde die Aula des Gymnasiums in Großburgwedel zur Bühne, auf der er mit den Kindern gemeinsam gesungen und getanzt hat.

Das erste Konzert von Rosin war eher ein Zufall. Schümer wollte eine Veranstaltung für Kinder anbieten. „Ich kannte ihn vorher nicht. Ich hatte ein Verzeichnis von Künstlern, die ich abtelefoniert habe – und er hat zugesagt“, sagt sie. Seitdem hat sie in jedem Jahr alles organisiert: Karten gedruckt und verteilt, Flyer unter die Leute gebracht und Reservierungen entgegen genommen. „Ich habe viel Herzblut darein gesteckt“, sagt die 74-Jährige. „Ich fand ihn gut. Er hat die Kinder mitgerissen.“

Anfangs waren beide Konzerte mit 440 Karten pro Auftritt immer ausverkauft und der 62-Jährige begeisterte die Kinder mit seinen Liedern wie „Das singende Känguru“ und „Hoppelhase Hans“, die inzwischen drei Generationen mitsingen können. „Teilweise musste ich die Leute wegschicken, weil der Saal schon voll war“, sagt Schümer. Schon lange vor den Konzertterminen stand ihr Telefon nicht still und auch das E-Mail-Postfach quoll vor Reservierungsanfragen über.

In den vergangenen Jahren hat der Kinderliedermacher den Preis für seine Konzerte angehoben. Schümer wollte diese Steigerung jedoch nicht an die Besucher weitergeben. „Ich fand 5 Euro pro Person war ein guter Preis, weil es sich alle leisten konnten“, sagt sie. Doch, weil die Aula des Gymnasiums nicht mehr voll war – 2017 kamen rund ein Drittel weniger Zuhörer –, konnte Schümer die Konzerte nicht allein aus den Eintrittspreisen finanzieren. 2016 glich sie das Defizit mit dem Veranstaltungsetat der Bücherei aus, 2017 übernahm die Stadt die restlichen Kosten. „Ich habe gemerkt, dass das Interesse zurückgegangen ist“, sagt sie.

Deshalb habe sie sich schweren Herzens entschieden in diesem Jahr den Kinderliedermacher nicht zu buchen. Lange habe sie nach eigenen Angaben gegrübelt, was die Gründe für die sinkende Nachfrage sind. „Ich habe mich viel damit beschäftigt“, sagt sie. Ob sie fürs nächste Jahr wieder einen Termin bucht, steht noch nicht fest. „Vielleicht versuche ich es nächsten Jahr nochmal mit etwas höheren Preisen“, sagt sie 74-Jährige.

Von Julia Polley

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