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Nachrichten Amselsterben in Burgwedel und Isernhagen?
Region Burgwedel Nachrichten Amselsterben in Burgwedel und Isernhagen?
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00:21 01.09.2018
Der Usutu-Virus hat in diesem Jahr laut Nabu mehr Amseln denn je zuvor getötet. Quelle: dpa
Burgwedel/Isernhagen

Seit einigen Tagen werden dem Nabu Burgwedel und Isernhagen vermehrt taumelnde, torkelnde oder bereits tote Amseln gemeldet. Die Ursache dafür könnte eine Infektion mit dem Usutu-Virus sein, das - aus Afrika eingeschleppt - sich seit 2011 in Deutschland verbreitet. Es werde vorwiegend im Spätsommer durch Stechmücken auf Singvögel, insbesondere auf Amseln übertragen, die dann meist innerhalb weniger Tage verenden, berichtet Nabu-Sprecher Horst Hagenberg.

Nach einer ersten Ausbreitungswelle im Jahr 2016, vorwiegend im Rheingebiet, sind jetzt auch weitere Regionen Deutschlands betroffen. Dabei dürfte der warme Sommer dieses Jahres nach Einschätzung des Nabu die Ausbreitung des ursprünglich tropischen Virus begünstigt haben. Bereits 1500 Meldungen von Usutu-Verdachtsfällen hat der Naturschutzbund erhalten, knapp zwei Drittel davon alleine im August.

Tote Vögel sollten möglichst an das Tropeninstitut in Hamburg eingesandt werden, rät der Nabu – aber Achtung: Die Kadaver sollten nur mit Schutzhandschuhen oder einer umgestülpten Plastiktüte gegriffen werden. Denn auch der Mensch kann durch das Usutu-Virus infiziert werden. Zu schweren Erkrankungen komme es wie bei den meisten durch Stechmücken übertragenen Viren aber nur sehr selten.

Ausführliche Informationen finden sich auf der Homepage des Nabu-Bundesverbandes (www.nabu.de) einschließlich Adresse des Tropeninstituts und Versendeanleitung sowie eines Meldebogens für Totvogelfunde oder verdächtige Tiere. Die Untersuchung auf das Usutu-Virus ist für den Einsender kostenlos. Unterstützung leistet der Nabu-Ortsverein Burgwedel und Isernhagen gerne unter Telefon (0151) 64586801.

Von Martin Lauber

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