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Region Burgwedel Nachrichten Ingrid und Albert Abraham feiern eiserne Hochzeit
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00:17 22.02.2019
Seit 65 Jahren ein Ehepaar: Uhren wie das schöne Exemplar im Hintergrund spielten im Leben von Albert und Ingrid Abraham eine große Rolle. Quelle: Gabriele Gerner
Großburgwedel

Seit 65 Jahren gehen Ingrid und Albert Abraham Seite an Seite. Das Ehepaar, das seit zwei Jahren in Großburgwedel wohnt, feiert am 20. Februar das seltene Fest der eisernen Hochzeit. Die eher ruhige Ingrid und der temperamentvolle Albert ergänzten sich ein Leben lang sehr gut.

Kennengelernt hatten sich Ingrid und Albert Abraham auf dem Schützenfest in Hannover im Jahr 1952. Der damals 22-jährige Albert lebte erst seit drei Tagen in Hannover. Nach dem Besuch der Uhrmacher-Schule in Hamburg hatte er in der niedersächsischen Hauptstadt eine Anstellung als Uhrmacher-Gehilfe gefunden. Die damals 16-jährige Ingrid, mit der er beim Schützenfest ins Gespräch gekommen war, sah er zufällig einige Tage später am Steintor wieder. Da fragte er, ob sie mit ihm im Anzeiger-Hochhaus tanzen gehen wolle. Schnell sprang der Funke über.

Von Anfang an war Ingrid von Alberts Humor angetan. „Außerdem sah er gut aus und hat mir viel von seinem Leben erzählt“, sagt Ingrid Abraham heute über ihren Mann. „Da spürte ich, er meint es ernst mit mir.“ Zwei Jahre später, am 20. Februar 1954, gaben sich beide das Jawort.

Ingrid und Albert Abraham bei ihrer Hochzeit am 20. Februar 1954 in Hemmingen-Westerfeld. Quelle: Gabriele Gerner

Nach der Hochzeit zog das junge Paar nach Schleswig-Holstein. In Sankt Michaelisdonn besaßen seine Eltern ein Uhrengeschäft, das Albert nach einigen Jahren übernahm. Ingrid erledigte die Buchhaltung im Familienbetrieb und kümmerte sich um den Haushalt und die drei Kinder. Mitte der Siebzigerjahre zog die Familie nach Hannover-Ricklingen in die Nähe von Ingrids Mutter. Viele Jahre arbeitete Albert Abraham, der auch Optiker ist, als Handlungsreisender für Brillen. „Im Keller unseres Hauses hatte er immer eine kleine Werkstatt mit eigener Drehbank und vielen Werkzeugen“, berichtet seine Frau. Was auch immer kaputt war – der handwerklich geschickte Mann reparierte es. Für seltene Uhren hatte Albert berufsbedingt immer ein Faible, zahlreiche besondere Exemplare stehen heute in der Wohnung des Ehepaars. Vor zwei Jahren zogen die Abrahams nach Großburgwedel, um in der Nähe ihrer Kinder zu sein.

Auf Flohmärkten suchten sie nach schönen Dingen

Während das Paar in jungen Jahren häufig tanzen ging, besuchten sie später oft gemeinsam Flohmärkte. Dort kauften sie Silber und Porzellan. Aus Interesse an schönen Dingen schaut Albert Abraham, inzwischen 88 Jahre alt, im Fernsehen immer noch gern die Sendung „Bares für Rares“.

Ingrid Abrahams Leidenschaft ist das Schreiben, sie verfasst ihre Lebensgeschichte für die Familie. Außerdem schaut gern Kinoklassiker und besucht interessante Lesungen. Ein Lebenshöhepunkt für sie war eine Reise mit ihrer Enkelin zum Grab ihres Vaters nach Russland. Dieser war im Zweiten Weltkrieg dort gestorben, als Ingrid gerade sechs Jahre alt war. „Wir haben eine kleine Trauerfeier zu fünft abgehalten. Das war sehr wichtig für mich“, sagt sie. Die Reise hatte eine Bekannte mit der Videokamera begleitet und daraus den Film „Ahnenfrieden“ erstellt. Diesen würde Ingrid Abraham gern einmal öffentlich vorstellen.

Dass ihr Leben nach dem frühen Verlust des Vaters später dennoch so glücklich verlaufen ist, erfüllt die 83-Jährige mit Dankbarkeit. Sie und ihr Mann sind liebevoll miteinander verbunden und bekommen von Kindern und Enkelkindern fast täglich Besuch. Das ist für beide ein schönes Ehe-Fazit an diesem Valentinstag.

Von Gabriele Gerner

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