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Region Burgwedel Nachrichten Stadtfeuerwehr übt bei 800 Grad im Container
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00:17 09.10.2018
Was passiert bei einer Durchzündung? Das erleben 24 Burgwedeler Feuerwehrleute bei einer Übung auf dem Gelände des Bauhofes. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Großburgwedel

Dichter gelber Qualm dringt aus einem Container auf dem Bauhof. Gartenbesitzer aus Burgwedel, die dort ihr Grünzeug an diesem Sonnabend entsorgen, wundern sich über die starke Rauchentwicklung. Sie können aber schnell beruhigt werden, denn es handelt sich nicht um einen Brandeinsatz. Die Burgwedeler Feuerwehr übt den Ernstfall mit einem Brandsimulator.

Wie es sich anfühlt im Brandcontainer von Uwe Rohlfs und seinem Ausbilderteam, das können Jannis Borkowitz, Niels Raue, Pascal Buley und Hendrik Schecker-Homann in zwei Worten zusammenfassen: „Sehr heiß.“ Gemeinsam erholen sich die vier Feuerwehrmänner auf einem Sandhügel auf den Gelände des Bauhofes von ihrem ersten Übungseinsatz. Die Gesichter sind noch hochrot, und der Schweiß läuft ihnen die Stirn herunter. „Die Übung ist schon sehr anstrengend und zehrt an der Substanz“, gesteht Raue, der der Ortsfeuerwehr Thönse angehört, nach dem zehn Minuten langen Übungseinsatz.

Die Lektion „Brandcontainer“ ist für viele der 24 Feuerwehrleute eine Premiere. „Wir rücken kaum zu Wohnungs- oder Zimmerbränden aus“, sagt Stadtausbildungsleiter Roman Kaste. Deshalb sollten alle Retter ein Gefühl dafür bekommen. Denn die Hitze sei eine große Herausforderung. „Die dann richtige Reaktion kann im Ernstfall lebenswichtig sein“, sagt der Stadtausbildungsleiter.

Feuerwehrleute sollen lernen, Brandrauch richtig zu deuten

Bei der sogenannten Heißausbildung werden die Feuerwehrleute darauf vorbereitet, was sie erwartet, wenn sie im Ernstfall eine Tür zu einem brennenden Raum öffnen müssen. Was passiert bei einer Rauchgasdurchzündung? Und wie reagiert man darauf, wenn durch den Container über die Köpfe der Retter hinweg sich eine Rauchwolke frisst? Genau die Situation wird in dem Container simuliert, in dem die Atemschutzgeräteträger am Vormittag und Nachmittag in zwei Gruppen trainieren. „Bei den Übungen geht es darum, den Brandrauch richtig zu deuten, die mögliche Gefahr zu erkennen und zu erleben, wie es sich in der Hitze anfühlt“, erklärt Burgwedels Stadtfeuerwehrsprecher Ingo Bähre. Denn nicht die Flamme sei gefährlich, sondern der entstehende Rauch, der zwischen 600 und 800 Grad heiß werden könne.

Bei Bränden mit starker Rauchentwicklung, wie am Sonnabend beim Übungseinsatz, helfen neue technische Geräte bei der Suche nach Glutnestern und vermissten Personen. Und so stellen auch einige Hersteller ihre Produkte vor. Aktuell verfügen bereits die Ortsfeuerwehren Engensen, Fuhrberg, Oldhorst, Thönse und Wettmar jeweils über eine Wärmebildkamera. Lediglich Kleinburgwedel habe zwei und Großburgwedel sogar drei, berichtet Bähre. Angedacht sei defekte Geräte durch neue zu ersetzen. Zudem sei es wünschenswert, dass die Handhabung bei allen Kameras die gleiche sei. „Ein langfristiges Ziel ist es, jede Ortsfeuerwehr mit zwei Wärmebildkameras auszustatten“, sagt er.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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