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Region Burgwedel Nachrichten Die Ära der Engenser Katerkönige endet
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13:06 29.07.2018
Die TSV-Damen sind beim Umzug durchs Dorf beschirmt unterwegs. Quelle: Heine
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Engensen

 Schützenkönige gibt es viele, aber einen Katerkönig erwählen nur die Schützendamen der Schützengesellschaft Zentrum Engensen. Nach dem dreitägigen Schützenfest, das am Wochenende gefeiert wurde, soll es mit diesem Brauch vorbei sein. Marko Lahmann ist also der letzte Engenser Katerkönig. Die Königsmacherinnen Ilona Papenburg, Edeltraut Knoche und Renate Gruber hatten zum letzten Mal die Qual der Wahl. „Marko Lahmann ist der 40. Katerkönig. Das ist ein guter Abschluss. Es wird außerdem immer schwerer, Kandidaten für diese besondere Würdigung zu finden“, sagte Renate Gruber.

Im Oktober ist aus diesem Grund ein Fest zu Ehren der Katerkönige geplant, die ihren Titel nicht durch gute Leistungen beim Schießen erworben hatten, sondern durch ihre besonderen Verdienste um den Schützenverein mit seinen derzeit 125 Mitgliedern. Lahmann wurde zum Katerkönig gekürt, weil er vor einigen Jahren bereit war, das Amt des Kassenwartes zu übernehmen. „Vorstandsarbeit ist heute nicht mehr selbstverständlich“, sagte Pressewart Klaus-Werner Thöne.

Marko Lahmanns direkte Vorgänger waren Ingo Asseburg, Herbert Lahmann und Henning Pflüger. Auch sie durften sich mit der besonderen Kateruniform schmücken, bestehend aus rotem Zylinder, Katerhemd, schwarzer Hose und Orden. Zum allerersten Katerkönig war 1979 Heinrich Knoche gekürt worden. Wie es dazu kam, weiß seine Ehefrau Edeltraut noch ganz genau: „Heinrich hatte beim Königsschießen nur den zweiten Platz erreicht und ist ziemlich enttäuscht gewesen. Den Schützendamen, die er stets charmant – wie ein Kater – umschmeichelt hatte, tat das so leid, dass sie ihm eine Ehrenscheibe überreichten, um ihn zu trösten. Der erste Katerkönig war geboren.“

Spektakulär muss die Kür von Gernot Lochschmidt zum Katerkönig gewesen sein. Renate Gruber erinnerte sich an ein so heißes Schützenfest wie in diesem Jahr. „Lochschmidts hatten einen Pool. Am Ende des Scheibenannagelns lagen fast alle im Wasser“, erzählte sie.

Auch die Hitze dieses Schützenfestsommers nahmen die Teilnehmer mit Humor. Die Schaulustigen winkten dem Festumzug am Sonnabend von Schattenplätzen aus zu, und beim Scheibenannageln floss soviel Wasser wie bei einer Sportveranstaltung.

Die Scheibenträger Cord Kausche und Henning Wiekenberg hatten sich das Motto „America first"“ zu eigen gemacht und traten als Präsidenten Donald Trump und Barack Obama auf. In Begleitung der Spielmannszüge aus Kleinburgwedel, Engensen und Nienhagen zogen die Umzugsteilnehmer auch zum Haus von Schützenkönig Olav Lahmann, der mit einem Teiler von 3,4 fast genau ins Schwarze getroffen hatte.

Ein sensationelles Ergebnis erreichte auch die Traditionsgemeinschaft Engensen beim Schießen um den Dorfpokal. Olav Lahmann, Ingo Blank, Benno Witte und Cord Kausche erzielten 398 von 400 möglichen Ringen. Reiner Niemeyer wurde außerdem beim Festkommers mit dem Goldenen Leistungsabzeichen des Kreischützenverbandes Burgdorf ausgezeichnet.

Alle drei Schützenfesttage endeten mit dem Tanz im Festzelt bei schweißtreibenden Temperaturen.

Von Sybille Heine

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