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Nachrichten Ausschuss stellt Pläne für vier Neubaugebiete vor
Region Burgwedel Nachrichten Ausschuss stellt Pläne für vier Neubaugebiete vor
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00:20 16.02.2019
In vier Burgwedeler Ortsteilen sollen in den nächsten Jahren Baugebiete entstehen. Quelle: Symbolbild (dpa)
Burgwedel

Gleich vier Neubaugebiete für Burgwedel brachten die Mitglieder des städtischen Bau-, Planung- und Umweltausschusses jetzt auf den Weg: Sie beschlossen die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit für die Neubauvorhaben in Engensen, Kleinburgwedel, Thönse und Wettmar. Das ist der erste Schritt auf dem Weg zu Bebauungsplänen für die vier Gebiete. Mit diesen Entscheidungen wurden zwar noch keine Festlegungen getroffen, aber es wird erkennbar, in welche Richtung es gehen soll. Viele neue Eigenheime und dazu einige Mehrfamilienhäuser – so sehen es die Pläne vor.

Burgwedel braucht 420 neue Wohnungen

Dass das den Bedarf an Wohnraum in Burgwedel wohl nicht wird decken können, erfuhren die Kommunalpolitiker in der gleichen Sitzung. Die Regionsmitarbeiterin Isabell Kurz und ihr Kollege Wolfgang Jung stellten das Wohnraumversorgungskonzept ihrer Behörde für die Stadt vor – und das hatte eine eindeutige Botschaft: „In den kommenden fünf Jahren werden in Burgwedel 420 zusätzliche Wohnungen benötigt“, erklärte Kurz in ihrem Vortrag. „200 sollten in Einfamilien- und 220 in Mehrfamilienhäusern errichtet werden.“ Und die Wohnungen müssen bezahlbar sein. Nach den Berechnungen der Experten sollten 90 von ihnen staatlich geförderte B-Schein-Wohnungen sein. Kurz und Jung haben für jede Kommune der Region ein eigenständiges Konzept entwickelt.

Kommunalpolitiker arbeiten an Konzept für Wohnungsmarkt

Die von der Region präsentierten Zahlen zeigten bei den Kommunalpolitikern Wirkung: „Es sieht so aus, dass wir hier die falschen Häuser planen. Wir brauchen Mehrfamilienhäuser“, sagte Heinz Visel, Ratsherr der Grünen, mit Blick auf die Pläne für die vier Neubaugebiete. Er fordert das schon seit Jahren. Und sein Kollege Joachim Lücke pflichtete ihm bei: „Die Quote für die Einfamilienhäuser schaffen wir spielend, aber an der für die Mehrfamilienhäuser werden wir krachend scheitern“, sagte der SPD-Kommunalpolitiker. Doch soweit muss es nicht kommen: Derzeit arbeiten die Burgwedeler Kommunalpolitiker an einem gemeinsamen Konzept, um die Probleme auf dem Wohnungsmarkt in den Griff zu bekommen, die dazu führen, dass Burgwedels Bevölkerungszahl sinkt. Neben den Politikern sitzen auch Vertreter der Stadt mit am Tisch. Bis zum Sommer sollen Ergebnisse vorliegen.

Zurück zu den vier Neubaugebieten: Die jetzt vorgestellten Pläne stellen lediglich eine Art Diskussionsgrundlage dar. „Wir sind an einem sehr frühen Zeitpunkt der Planungen“, sagt Bauamtschef Oliver Götze. Fest steht lediglich, welche Grenzen das künftige Baugebiet haben wird und das innerhalb dieser Grenzen Wohnungsbau geplant ist. Auch wenn auf den Plänen bereits Häuser und Grundstücke eingezeichnet sind, heißt das nicht, dass auch so gebaut wird. Zuschnitte der Bauflächen, das Verhältnis von Mehr- zu Einfamilienhäusern und Grundstückspreise stehen noch nicht fest.

Pläne werden im Rathaus ausgelegt

In Kürze sind die Bürger gefordert, sich mit den Plänen auseinander zu setzen. In den kommenden Wochen werden diese einzeln im Rathaus ausgelegt. Außerdem veröffentlicht die Stadt sie auf ihrer Internetseite. Jeder kann die Pläne einsehen sowie Anmerkungen und Wünsche dazu abgeben. Diese werden dann von der Stadt bewertet und gegebenenfalls in die Entwürfe eingearbeitet. Dann erarbeiten die Planer der Stadt die Bebauungspläne für die Gebiete. Und auch die werden anschließend noch einmal öffentlich ausgelegt.

Es dauert also noch, bis in Engensen, Kleinburgwedel, Thönse und Wettmar gebaut werden kann. „Frühestens 2020“, so sagt Götze, „können wohl die ersten Baugenehmigungen erteilt werden.“ Und dann könnten auch bald danach die ersten Baumaschinen anrollen.

Weiterlesen: Der Kommentar von Thomas Oberdorfer „Die Stadt braucht bezahlbare Wohnungen“

Von Thomas Oberdorfer

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