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Region Burgwedel Nachrichten Citroen verliert auf Fahrerflucht ein Vorderrad
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12:16 27.05.2018
Die Polizei musste den flüchtigen Unfallfahrer nur noch übernehmen. Ein Zeuge hatte den 63-Jährigen an der Weiterfahrt gehindert. Quelle: sd
Altwarmbüchen

Lautes Scheppern von Blech ließ am Sonnabend um 21.30 Uhr an der Altwarmbüchener Daimlerstraße die Nachbarschaft zusammen strömen: Ein Autofahrer hatte einen am Straßenrand geparkten Ford-Transporter samt Anhänger gerammt und dann Vollgas gegeben. Seine spektakuläre Flucht, zum Teil auf drei Rädern und einer Felge, endete kurz später nach mehreren Autobahnkilometern vor einer roten Ampel in Misburg: Ein Zeuge hinderte den 63-jährigen Fahrer dort an der Weiterfahrt.

Der demolierte Ford-Transporter an der Daimlerstraße und Fahrzeugteile des flüchtigen Citroen Cactus. Quelle: privat

„Das war ein unheimlicher Knall“, berichtet die Altwarmbüchenerin Anette Heinze, die davon in ihrem Garten aufgeschreckt wurde, obwohl zwei Gebäude sie vom Unfallort trennten. Was sie da noch nicht ahnte, erfuhr sie einen Augenblick später von einer Augenzeugin: Es war der Firmentransporter der Heinzes samt Anhänger, an dem der flüchtige Citroen-Fahrer seitlich entlang geschrammt war – wohl gemerkt: nicht mit der rechten, sondern mit der linken Seite des Wagens, also in Gegenrichtung.

Die Zeugin konnte das Kennzeichen notieren. Aber es war nicht ihr Hinweis an die Polizei, der zur Festnahme des Verkehrsrowdys führte. Dieser fuhr nach Verlassen des Gewerbemischgebietes auf die Moorautobahn in Richtung Hannover auf. Nach Aussage der Polizei soll bereits dort ein weiterer Zeuge bemerkt haben, dass sich das linke Vorderrad von der Felge gelöst hatte.

Nach Verlassen der A 37 wartete der Citroenfahrer vor dem Rotlicht der ersten Ampel hinter der Anschlussstelle auf Grün, als einem dritten Zeugen der auch ansonsten desolate Zustand des Wagens auffiel: Die Scheibe der Fahrertür war gesplittert, darunter gab das aufgerissene Blech den Blick auf das Innenleben der Tür frei, an der zudem der Außenspiegel abgerissen war. Dem couragierten Mann gelang es, den offensichtlich stark angetrunkenen Fahrer zu stoppen und ihn dazu zu bewegen, gemeinsam auf das Eintreffen der alarmierten Polizei zu warten.

Der Alkotest ergab knapp mehr als zwei Promille. Der leicht verletzte 63-jährige Hannoveraner wurde ins Krankenhaus gebracht. Ihn erwartet ein Verfahren wegen eines ganzen Bündels von Straftaten vom Fahrens unter Alkohol über Verkehrsunfallflucht bis zum gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr.

Den Sachschaden konnte die Polizei am Sonntag noch nicht genau beziffern. Sowohl der Fordtransporter mit Anhänger wie auch der Citroen Cactus, der einer Verleihfirma gehört, wurden erheblich beschädigt.

Von Martin Lauber

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