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00:16 06.01.2018
Brigitte Spillner ist Fan des US-amerikanischen Sängers und Songwriters Neil Diamond. Quelle: Joachim Lührs
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Burgdorf

 Es ist diese Stimme, die sich einprägt – mit 15 Jahren hört Brigitte Spillner in der Lehrter Diskothek Traube erstmals ein Lied des US-amerikanischen Sängers Neil Diamond. „Ich war sofort infiziert“, erinnert sich Spillner und sagt schmunzelnd, diese Leidenschaft halte bis heute an. Mehr noch: Sie habe inzwischen auch ihren Sohn Mirco und ihren Neffen ergriffen. Ihr Mann Helmut toleriere ihre Leidenschaft. 

Dass die Burgdorferin mit ihrer persönlichen Geschichte und Sammlung von Platten und Devotionalien in der aktuellen Ausstellung „Leidenschaft – das geht nie vorbei“ nicht fehlen darf, lag für die Macher auf der Hand. Denn der Diamond-Fan sammelt nach eigenen Angaben alles rund um den Musiker. „Wenn ich Geburtstag hatte, dann gab es die aktuellen Singles oder Schallplatten“, erinnert sie sich. Im Jahr 1972 stand dann – aus ihrer Sicht endlich – der erste Besuch eines Konzerts an, und dann gleich in der Waldbühne. 

Dort packte ihre Familie das übliche Picknick auf den mitgebrachten Decken aus, doch Brigitte Spillner hielt nichts an dem Fleckchen: „Ich bin ausgebüxt, damit ich möglichst dicht an der Bühne stehen konnte“, erzählt sie. Nicht nur wegen der Premiere haftet dieses Konzert besonders in der Erinnerung, sondern auch weil sie ihrem Idol sehr nah kommen konnte: „Er saß in einem Auto direkt vor uns.“

Ein Jahr später wird ihr Sohn geboren, zwei Jahre später besucht er mit seinen Eltern das nächste Konzert. Seitdem gehören gemeinsame Touren zu den Auftritten zum Leben der Familie, mitunter gleich mehrere in einem Jahr. Allein im Jahr 2012 erlebte Spillner, Friseurin von Beruf, vier Konzerte: in Mannheim, Amsterdam, München und Hamburg. „Bei jedem gibt es eine andere Stimmung“, hat sie beobachtet und fügt hinzu, dass sie ihren Urlaub zum Teil nach den Konzertterminen plane. Für vier Auftritte Neil Diamonds gingen bis zu zwei Wochen Urlaub drauf.

Die 66-Jährige betont, bei aller Vorliebe für den Sänger würde sie niemals Gegenstände auf die Bühne werfen. Das eint sie mit anderen Fans, die sie über das Internet kennen gelernt hat: Bis zu 50 von ihnen treffen sich mitunter vor den Gigs, um sich einzustimmen. Damit sie sich auch gleich alle erkennen, gibt es inzwischen einheitliche T-Shirts.

Ihre Leidenschaft trägt nicht nur die Familie mit: „Auch unsere Freunde kennen mich ja nur mit dieser Musik, sie verstehen das.“ So oft wie möglich liefen die Lieder, auch im Auto. Nur dort, und nur wenn sie allein ist, singt Spillner die Lieder mit. Dazu gehört vor allem ihr Lieblingssong „Hello Again“. Der erklang auch bei ihrer und ihres Mannes Silberhochzeit, wie überhaupt das Musikprogramm von Neil Diamonds Songs an diesem Tag geprägt war. 

Die Redaktion stellt in den nächsten Tagen und Wochen Menschen vor, die wie Spillner ihre Passionen in der KulturWerkStadt präsentieren. Sollten Sie auch ein leidenschaftliches Hobby haben, melden Sie sich gern unter Telefon (0 51 36) 97 81 00 oder per E-Mail an burgdorf@haz.de.

Von Antje Bismark

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