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Region Burgdorf Nachrichten Waldkindergarten kann fünf Jahre lang planen
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00:48 10.03.2018
Der Morgenkreis ist alltägliches Ritual der Waldkindergartengruppe: Kindergartenleiterin Claudia Rönick (rechts) begrüßt die Grashüpfer in einem Wald bei Eltze. Quelle: Schiller
Uetze/Eltze

„Jetzt haben wir wieder fünf Jahre Ruhe“, stellt Benjamin Claaßen, Vorsitzender des Vereins Waldkindergarten Uetze, erleichtert fest. Der Verein hat mit der Gemeinde neue Betriebsführungsverträge für seine Waldkindergartengruppe Grashüpfer und seine Krippe Fuhsestrolche abgeschlossen, und zwar mit einer Laufzeit von fünf Jahren.

Die Verträge sichern die Finanzierung des Betriebs beider Einrichtungen. Der Verein erhebt Elternbeiträge in gleicher Höhe wie die Gemeinde. Wie die Kommune erhält er für die Betreuungsplätze eine Finanzhilfe vom Land. In den Verträgen verpflichtet sich die Gemeinde, die verbleibende Finanzierungslücke zu schließen. „Als Gegenleistung stellen wir die Kindergarten- und Krippenplätze zur Verfügung“, berichtet Claaßen. Die neuen Betriebsführungsverträge bedeuten fünf Jahre Planungssicherheit für den Verein, für dessen acht Mitarbeiterinnen und die Eltern. „Wir können verlässlich Plätze vergeben“, sagt Claaßen.

In der Waldkindergartengruppe, deren Zuhhause ein Wald bei Eltze ist, darf der Verein 15 Jungen und Mädchen betreuen. Bis zu 15 Kinder kann er in seine Krippengruppe aufnehmen, die sich in der Olen Dorpschaule in Uetze befindet. „Die Größe der Krippengruppe hängt vom Alter der Kinder ab“, sagt Claaßen. Nach seinen Worten hat der Verein für seine beiden Einrichtungen stets mehr Anmeldungen als frei werdende Plätze.

Die Grashüpfer spielen bis auf wenige Ausnahmen immer im Freien. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Claaßen sieht in der Waldkindergartengruppe, die die Gemeinde nach den Sommerferien im Beerbusch bei Krätze eröffnen will, keine Konkurrenz für die Grashüpfer. „Wir haben nur Kinder aus Eltze, Uetze und Dedenhausen“, sagt Claaßen. Die Gemeindeverwaltung habe beim Vereinsvorstand nachgefragt, ob der Verein an anderer Stelle in der Kommune eine zweite Waldkindergartengruppe einrichten wolle. Der ehrenamtliche Vereinsvorstand könne es nicht leisten, auch noch eine dritte Gruppe zu verwalten, stellt der Vorsitzende klar.

Die Angst vor Wölfen ist laut der Kindergartenleiterin Claudia Rönick inzwischen kein Thema mehr im  Verein. „Meine Kollegin und ich haben eine Fortbildung besucht. Da wurde uns die Angst genommen“, berichtet sie. In der Eltzer Gemarkung halte sich kein Wolf dauerhaft auf. Zudem seien die Tiere menschenscheu. Rönick: „Falls es trotzdem zu einer Begegnung mit einem Wolf kommt, muss man laut sein und sich groß machen.“

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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