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Region Burgdorf Nachrichten Die Späne fliegen für die neuen Holzmesser
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12:58 05.10.2018
Bennet (von links), Ralf Mathesius, Mattes, Fabian, Collin und Max arbeiten an den Zugbänken. Quelle: Antje Bismark
Otze

Seit diesem Freitag besitzen Bennet, Fabian, Collin, Mattes und Max ein handgefertigtes Holzmesser: Das Quintett schnitzte unter der Anleitung von Ralf Mathesius von den Buckskinners das hölzerne Messer, dabei konnten die Jungen durchaus schon Erfahrungen vorweisen. „Ich habe mit meinem Vater bereits ein großes Holzboot geschnitzt“, sagte der zehnjährige Collin aus Hülptingsen und zeigte mit den Händen eine Spannweite von einem Meter.

Der elfjährige Bennet aus Hänigsen hatte ebenso wie der 10 Jahre alte Max aus seinem Heimatort und der elfjährige Mattes aus Obershagen bereits mit einem eigenen Schnitzmesser kleine Stöcke bearbeitet, die die Jungen im Wald gefunden hatten. Fabian indes kannte das Handwerk von seinem Vater: „Er hat mir gezeigt, wie ich eine Axt schnitzen kann“, sage der 13-Jährige aus Burgdorf. Er hatte sich auf Vorgabe von Mathesius an eine Zugbank gesetzt und das Holzstück mit den Füßen eingespannt. Anhand eines Musterstücks erklärte der Otzer den Jungen, wie sie mit einem Zugmesser die Scheide und den Schaft ihres Holzmessers gestalten. „Das Besondere ist, dass sie das Schnitzmesser zu sich ziehen – normalerweise arbeitet man in die andere Richtung“, sagte er.

Nur wenige Minuten später flogen die ersten Späne über den Hof, auf dem eine Feuertonne für die richtige Atmosphäre sorgte. „Ihr seid richtig gut dabei“, lobte Mathesius die Ferienkinder, doch bei aller Kraft und Mühe: Die beiden Ferienpass-Stunden reichten nicht. Da bot es sich an, dass der 37 Mitglieder zählende Verein aus Otze sich am Wochenende beim Oktobermarkt beteiligt. „Wir stellen uns dort vor, und natürlich können Kinder wieder mitmachen“, kündigte der Buckskinners-Vereinschef an. Er und seine Mitstreiter gestalten nicht nur den Ferienpass und das große Stadtfest mit: Auch bei der Otzer Woche organisiert der Verein etliche Mitmachaktionen. Denn letztlich gehe es darum, mit öffentlichen Veranstaltungen die Idee des Vereins vorzustellen, der das Leben der nordamerikanischen Ureinwohner sowie der europäischen Einwanderer nachahmt, sagt Mathesius.

Von Antje Bismark

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