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Nicola Rode holt sich bei Sönke Roever ein Autogramm für ihren Bruder, einen Segler.

Nicola Rode holt sich bei Sönke Roever ein Autogramm für ihren Bruder, einen Segler.
© Foto: Bismark

Wunstorf

Unterhaltsame Weltumseglung dauert zwei Stunden

Hohe Unterhaltungskunst ist es, erfahrene Segler, Neueinsteiger und Nicht-Segler zwei Stunden auf eine Weltreise zu nehmen – und niemanden dabei zu langweilen. Gelungen ist dies jetzt Sönke Roever.

Steinhude.  Die exotischen Fotos wecken bei den rund 250 Besuchern in den ausverkauften Strandterrassen das Fernweh. Unterhaltsame Videos geben einen Einblick in den Alltag auf dem gut zehn Meter langen Boot „Hippopotamus“. Vor allem aber sorgt Weltumsegler Sönke Roever mit seinen humorvollen Anekdoten über Menschen in entlegenen Winkeln dieser Welt dafür, dass erfahrene Segler, siebenjährige Neueinsteigerinnen und Nicht-Segler sich gleichermaßen gut unterhalten fühlen. 

Roever offenbart das „Bad der Gefühle“ von Fahrtenseglern auf langen Strecken – in seinem Fall und dem seiner Frau Judith waren es 3,5 Jahre –, das von einem Hoch auf den Kokosinseln in Australien zu einem Tief bei der Überfahrt über den Indischen Ozean nach Rodrigues reichen kann. „Die Hochphase macht süchtig“, gesteht Roever, spricht von der „Leichtigkeit im Kopf“, die den Menschen im Alltag verloren gehe. Wer sich aufs Segeln einlasse, lautet eine seiner Botschaften in den Strandterrassen, der lerne, einen Sturm auszuhalten: „Wir können auf einem Ozean nicht einfach weglaufen.“

Damit jeder Zuschauer weiß, von welchem Sturm der Weltumsegler aus Hamburg spricht, zeigt er ein Video von sechs Meter hohen Wellen, gegen die sich das Boot und die Crew behaupten müssen – zu der zur Freude vieler Zuhörer ein Elch und ein Nilpferd aus Plüsch gehören. Es sind diese Geschichten mit feinem Humor, die dem Publikum gefallen. Es sind aber auch die grandiosen Fotos von Marquesas, den Cookinseln oder Vanuatu samt Vulkanausbruch, die die Zuschauer mit Raunen kommentieren. Und es sind Videos von den exotischen Turmspringern und dem Spiegeleibraten bei hohem Wellengang, die den Seglertreff-Gästen viele Kommentare entlocken.

Vor allem der siebenjährigen Lillith und ihrer drei Jahre älteren Schwester Sophie aus Großenheidorn gefallen die Videos. „Da kann man einfach mehr sehen als auf Fotos“, sagt Sophie. Ihr Vater hat den beiden Töchtern vorher aus dem Buch vorgelesen, nun halten sie in der ersten Reihe die Stellung. Jörg Friebe kommt an diesem Abend mit einer gezielten Frage: „Ich plane eine Ostsee-Umrundung mit einem 7,20 Meter langen Boot und möchte wissen, was ich beachten muss.“ Nicola Rode indes vertritt ihren Bruder: „Der segelt viel und hat mir den Vortrag empfohlen“, sagt die Frau aus Barsinghausen, während sie sich ein Autogramm von Roever holt.

Am Ende fällt die Bilanz der Zuschauer bestens aus – ebenso wie die von Andrea Kuschetzki, die den Seglertreff Region Hannover ehrenamtlich koordiniert und den Abend organisiert hat.

Am Donnerstag, 7. Dezember, steht ab 19.30 Uhr der Stammtisch unter dem Motto „Klönschnack, träumen, planen“ in den Steinhuder Strandterrassen auf dem Programm.

Von Antje Bismark


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