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00:15 27.12.2017
Die Frankfurter Ärzte/Tote-Hosen-Cover-Band Alex im Westerland macht beim No Sleep Until Christmas im JohnnyB. mächtig Stimmung Quelle: Sandra köhler
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Burgdorf

 Ruhig war sie nicht, die Vorweihnachtszeit,  für Laura Ohlemacher, Christopher Felden und all die anderen von Rockhouse Concerts: Galt es doch, mit den „No Sleep until Christmas“ eines der Hauptkonzerte im Jugendkulturhaus JohnnyB. auszurichten. Rund ein Jahr gibt es die Sparte des Fördervereins KulTürchen jetzt. „Nachdem sich die Musikerinitiative Rockhouse aufgelöst hatte, fehlte eine Abteilung, die sich speziell um Konzerte und Musikförderung kümmert“, sagt KulTürchen-Vizevorsitzender Felden. Somit habe man Rockhouse Concerts auf die Beine gestellt. Nicht zuletzt mit der Ambition, einiges in Abläufen und Organisation zu professionalisieren. 

Auch wenn jeder im Notfall überall aushilft, gibt es doch eine Aufgabenteilung, die den beruflichen Voraussetzungen der Mitglieder entspricht. So kümmert sich Veranstaltungstechniker Felden um die Kommunikation mit den Bands, Mario Schwinghammer um die Technik, Jan Felix Wiebe um den kompletten IT-Bereich samt Facebook-Auftritt, Website und Ticketshop. „Und ich als Sozialarbeiterin bin in der Betreuung des Restes gut aufgehoben“, sagt KulTürchenchefin Laura Ohlemacher. 

Besonders stolz sind die Rockhouse-Concerts-Macher auf ihren eigenen Online-Ticketshop. Über den läuft mittlerweile der komplette Vorverkauf für Veranstaltungen wie Springrock, No Sleep oder auch die Cafekonzerte. „Die Burgdorfer tun sich noch schwer damit und kaufen ihre Karten eher an der Abendkasse“, sagt Felden. „In anderen Städten wird das aber gut angenommen.“ Buchungen sind per Sofortüberweisung, Paypal, Kreditkarte möglich - und zwar ohne Aufschlag. „Wenn ein Ticket zehn Euro kostet, dann zahlen die Leute bei uns auch nur zehn Euro“, sagt Wiebe. Ein weiterer Schritt zur Optimierung ist das Erheben von genauen Statistiken: „Wenn die Leute kommen, scannen wir die Karten mit genauer Uhrzeit. So sehen wir, welche Zeit für die Besucher am günstigsten ist. Und können beispielsweise unsere Veranstaltungs- und Einlasszeiten darauf abstimmen“, sagt der IT-Experte.

Drei Bands geben mächtig auf die Ohren

„No Sleep Until Christmas“: Wer sich kurz vor dem Fest für dieses Konzert entscheidet, will eines ganz bestimmt nicht – besinnliche Weihnachtsstimmung. Traditionell geht es bei der Veranstaltung im JohnnyB. eher laut und härter zu. Genau das, nämlich mächtige Metalklänge, bekamen die mehr als 100 Besucher bereits von der ersten Band, den SlomolS, auf die Ohren. Die Burgdorfer  Nachwuchsband hatte Spaß- und Fans aus dem Dunstkreis des Burgdorfer Gymnasiums dabei. Erst zuhören dann feiern war angesagt. Hinter Rollos Crossinidis & Band verbargen sich gestandene Musiker der örtlichen Szene: Stefan Kreutzfeld, Marius Rolf und Philipp Schepan muckten munter, was ihnen und ihren Zuhörern gefiel. 

Als Zugpferd des Abends hatten die No-Sleep-Macher Alex im Westerland gebucht, eine Combo, die vor einigen Jahren bereits bei der Rocknacht des Motorradverein Lehrte zu erleben waren. Deutsch-Punk zum Mitsingen von den Ärzten und den Toten Hosen hatten die Jungs aus Frankfurt im Gepäck. Und machten gleich von Anfang an klar, was Sache ist: Wenn sie schon auf der Bühne stehen und arbeiten, wenn das werte Publikum abfeiert – dann darf das gefälligst Bühnennähe beweisen. „Wir sind 355 Kilometer gefahren, da könnt ihr uns jetzt auch mal 3,55 Meter entgegen kommen", sagte Drummer Daniel. Gesagt, getan. Und bei Titeln wie „Hier kommt Alex", „Westerland", „10 kleine Jägermeister", „Bonnie und Clyde" und „Schrei nach Liebe" wurde alsdann nicht nur feste mitgesungen und getanzt: Es gingen auch ganz oldschool noch Feuerzeuge an. 

Ebenfalls auf dem Prüfstand sind und waren bereits Veranstaltungen. „Wir haben im auslaufenden Jahr ein wenig rumprobiert und mehrere Cafekonzerte mit Bands aus dem Rockabilly-Bereich angeboten“, sagt Ohlemacher. Durchaus mit Erfolg. Denn „das ist eine treue Szene, die auch weitere Wege nicht scheut“, resümiert Felden. In der Folge hatten Besucher aus Wunstorf, Bremen, ja sogar aus Frankfurt den Weg ins JohnnyB. gefunden. Zudem gebe es aktuell so gut wie keine Nachwuchsbands, bedauern die beiden KulTürchen-Vorsitzenden. Fürs kommende Jahr seien deshalb noch nicht alle Planungen abgeschlossen. „Am 25. Mai und 14. September gibt es jedenfalls definitiv Cafekonzerte- wenn wir sehen, dass der Vorverkauf überragend läuft, haben wir die Chance, in den Saal zu wechseln“, sagt Felden. 

Den Traum, ein großes Open Air zu organisieren, mussten die Rockhouse-Mitglieder vorerst nach hinten verschieben. Und zwar der Finanzierung wegen. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Den No Sleep Until Christmas wird es auch 2018 geben. Wie in diesem Jahr nicht am 23., sondern am 22. Dezember: „Da haben alle mehr Zeit, noch einmal einen entspannten Abend zu verbringen und sind noch nicht so sehr in die heiße Phase des Familienfestes eingebunden“, sagt Wiebe. 

 

Von Sandra Köhler

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