Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Brandschutz: BBS bleibt eine Baustelle
Region Burgdorf Nachrichten Brandschutz: BBS bleibt eine Baustelle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:39 02.06.2018
BBS-Leiter Rainer Behrend im Innenhof vor dem Forum: Sollte es einmal brennen, müssten Lehrer und Schüler sich den Weg ins Freie über Behelfsgerüste bahnen. Quelle: Dege
Burgdorf

Die Region Hannover muss weitere zehn Millionen Euro in die Berufsbildenden Schulen (BBS) am Berliner Ring investieren, um die Gebäude gegen die Gefahr von Bränden zu sichern. Dafür hat am Dienstag der Schulausschuss der Regionsversammlung grünes Licht gegeben.

Das bedeutet für die 3600 Berufsschüler in Burgdorf, dass das Lernen auf der Baustelle in die nächste Runde geht. Schon in den vergangenen zwei Jahren waren Bauarbeiter etlicher Gewerke Dauergäste in den weitläufig angelegten Gebäuden, weil die Region die Schule für acht Millionen Euro zu einem modernen Kompetenzzentrum für die Fahrzeugtechnik hatte ausbauen lassen. Im Zuge dieser Arbeiten war dann freilich auch festgestellt worden, dass es mit dem Brandschutz nicht weit her ist und Nachbesserungen dringend geboten sind.

Schon jetzt entspricht der Brandschutz der Schule nach Darstellung von Schulleiter Rainer Behrend nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen. So gelten etwa die bisherigen Fluchtwege nicht mehr als sicher. Sollte der Brandfall eintreten, könnten Schüler und Lehrer diese nicht mehr benutzen, um sich ins Freie zu retten. Die Region ließ deshalb in allen Räumen ohne direkten Zugang nach draußen vor den Fenstern innen Trittleitern sowie draußen Gerüste mit Brüstungen aufstellen. 25 Ausgänge sind mittlerweile so ausgestattet.

Die Lage ist also ernst. Genau das haben die Regionsabgeordnenten erkannt und der teuren Brandschutzsanierung einstimmig zugestimmt. „Die Investitionen sind ein weiterer notwendiger Schritt, das Schulgebäude in Burgdorf zukunftssicher zu machen“, lässt sich Bildungsdezernent Ulf-Birger Franz in einer Mitteilung der Region zitieren.

Um die Einschränkungen für den Schulbetrieb einigermaßen im Rahmen zu halten, will die Region nach eigener Darstellung bis zum Jahresende acht Container in zwei Etagen zwischen dem Hauptgebäude und der Sporthalle aufbauen lassen. In diese mit Sanitäranlagen ausgerüsteten Container sollen in den nächsten drei Jahren die jeweils von den Sanierungsarbeiten betroffenen Klassen für den Unterricht ausweichen. Auch Schulleiter Behrend wird sich nach eigenen Angaben dort vorübergehend einrichten müssen.

Die Decke im Schulgebäude sind offen. Die dort verlegten Kabel müssen neu verlegt, alte entfernt werden. Alarmanlage und Rauchmelder sind bereits eingebaut. Quelle: Dege

Wie die Region mitteilt, werde zunächst der gesamte Schulkomplex mit seiner Grundfläche von 15.000 Quadratmetern in einzelne Brand- und Rauchabschnitte aufgeteilt und alle Flucht- und Rettungswege überprüft. Um anschließend den Brandschutz abschnittsweise wieder herzustellen, sollen Fachfirmen unter anderem neue Brandschutztüren und -fenster einbauen. Alle Bereiche der Schule haben bereits elektronische Rauchmelder erhalten, die mit der bei der Feuerwehr aufgeschalteten Brandmeldeanlage verbunden sind. Auch die Notbeleuchtungen sowie eine Alarmanlage sind erneuert worden. Alle Flure sollen noch eine energiesparende LED-Beleuchtung erhalten.

Auch das Flachdach, durch das es an vielen Stellen in die Schule hineinregnet, muss komplett saniert werden. „Es ist schon anstrengend, gleichzeitig den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten“, sagt Behrend: „Aber wir stehen das jetzt durch.“ Baubeginn sei 2019. Die Arbeiten nähmen drei Jahre in Anspruch.

Weil das Flachdach nicht mehr dicht ist, regnet es in vielen Räumen rein. Quelle: Dege

Von Joachim Dege

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die mannigfach geflickte und noch immer löchrige L 311 in Sorgensen und Dachtmissen wird jetzt saniert. Die Landesstraßenbaubehörde nennt den 18. Juni als Termin für den Beginn der Bauarbeiten.

02.06.2018

Der Schulausschuss hat am Montagabend einstimmig beschlossen: Es wird gebaut, um Raumbedarf in allen Grundschulen zu decken. Die Schuleinzugsbezirke sollen nicht geändert werden.

01.06.2018

Die Landwirte beregnen ihre Felder in Uetze und Burgdorf fast rund um die Uhr, und die Wasserwerke des Wasserverbands Peine laufen unter Volllast – Folgen der anhaltenden Trockenheit und Hitze.

01.06.2018