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Nachrichten Wasserwerkschüler müssen nach Uetze umziehen
Region Burgdorf Nachrichten Wasserwerkschüler müssen nach Uetze umziehen
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00:16 30.12.2017
Auf dem Gelände der Stötznerschule in Uetze wird eine Containeranlage für mehrere Klassen der Burgdorfer Schule Am Wasserwerk aufgestellt.  Quelle: HAZ-Archiv
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Burgdorf/Uetze

 Jetzt ist es amtlich: Fünf Klassen der Schule Am Wasserwerk, einer Förderschule für geistige Entwicklung, werden ab Sommer 2018 in Uetze in der ehemaligen Stötznerschule unterrichtet. Die Ausschreibung für die Containeranlage, in der vier Klassen- und zwei Differenzierungsräume, das Lehrerzimmer, ein Pflegebad und WC-Anlagen Platz finden sollen, geht laut Regionssprecherin Carmen Pförtner noch in diesem Jahr raus. Das sei notwendig, um den engen Zeitplan für den Umzug der Kinder der Schule Am Wasserwerk, einhalten zu können. 

Die jüngste Hoffnung, dass die Container für die Wasserwerkschüler doch noch in Burgdorf aufgestellt werden können, hat sich zerschlagen. Der Region als Schulträgerin war überraschend eine rund 3500 Quadratmeter große Weide in unmittelbarer Nähe zur Schule Am Wasserwerk zum Kauf oder zur Pacht angeboten worden. Das Problem: Um die Fläche als Containerstandort nutzen zu können, müsste die Stadt Burgdorf eine Bauleitplanung aufstellen. Das wiederum dauert laut Stadt etwa ein Jahr.  Und damit eindeutig zu lange, denn die Schüler brauchen ihr Ausweichquartier zum Schuljahresbeginn 2018/2019.  

Dabei wäre dieser Standort ideal, die Schüler könnten die Fachräume der Schule Am Wasserwerk ebenso wie das beheizte Therapiebecken der Lebenshilfe nutzen und an den Arbeitsgemeinschaften ihrer Schule teilnehmen. Der Regionsabgeordnete und Linken-Ratsherr Michael Fleischmann hat sich in einem Antrag an die Regionsversammlung für diese Lösung stark gemacht. Für die Flüchtlingsunterkunft neben der Feuerwehrtechnischen Zentrale habe eine Baugenehmigung in wenigen Monaten vorgelegen, sagt Fleischmann und will wissen: „Warum geht das nicht auch für die Förderschüler?“ 

„Für Flüchtlingsunterkünfte gab es eine Ausnahmeregelung, es konnte ohne Bauleitplanung gebaut werden“, erklärt Silke Vierke von Stadt. „Das ist der entscheidende Unterschied.“

Insgesamt fünf Klassen der Wasserwerkschule, die bislang Räume in der Prinzhornschule nutzen, werden nach Uetze ausgelagert. Denn in die Prinzhornschule im Langen Mühlenfeld wird die Integrierte Gesamtschule einziehen. Standort der Containeranlage ist das Gelände der Stötznerschule, deren Erdgeschoss ebenfalls als Ausweichquartier genutzt wird. Diese Übergangslösung – bis die Schule Am Wasserwerk in Burgdorf entsprechend erweitert worden ist – kostet die Region 1,55 Millionen Euro. 

Die Arbeiten in der Stötznerschule selbst beginnen im April 2018. Das Erdgeschoss wird saniert – um die Brandschutzauflagen zu erfüllen – und umgebaut. Es sollen ein Klassenraum, Fachräume für Werken und Kichen, ein Therapieraum, ein Pflegebad, eine Essensausgabe und im ersten Obergeschoss ein Lehrerzimmer entstehen. 

„Die Auslagerung nach Uetze ist nicht schön“, räumt Regionssprecherin Pförtner ein. „In den vergangenen Jahren sind sechs, sieben Möglichkeiten durchgespielt worden, übrig geblieben ist Uetze als einzige machbare bis zum 1. August 2018.“

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass kein Ersatzstandort zu finden ist, der in zehn Minuten von der Wasserwerkschule aus zu erreichen ist“, sagt hingegen Schulleiter Thomas Stopper. Nach Uetze dauert es fast 30 Minuten. Damit die Lehrer so wenig wie möglich fahren müssen, werde das Kollegium komplett umstrukturiert, kündigt Stopper an. Trotzdem wird es für die Schüler in Uetze keine Reittherapie geben. Ob sie ins Therapiebad und ins städtische Hallenbad fahren, ist wegen des hohen Zeitaufwands für den Transport noch ungewiss.  

Von Anette Wulf-Dettmer

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