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Beim Bau der Brücke zwischen Dollbergen und Schwüblingsen ist auf der Nordseite Platz für einen Radweg eingeplant worden.

Beim Bau der Brücke zwischen Dollbergen und Schwüblingsen ist auf der Nordseite Platz für einen Radweg eingeplant worden.
© Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze

2019 kommt der Radweg Dollbergen-Schwüblingsen

Die Region Hannover erfüllt endlich die Forderung der Ortsräte Dollbergen und Schwüblingsen, einen Radweg zwischen beiden Orten an der Kreisstraße 132 anzulegen. Die Kosten betragen rund 500 000 Euro.

Dollbergen/Schwüblingsen.  Darauf warten Schwüblingser und Dollberger schon lange. Die Region Hannover baut endlich einen Radweg zwischen beiden Dörfern entlang der Kreisstraße 132 – und zwar im Jahr 2019. Die sichere Verbindung für Radfahrer fordern die beiden Ortsräte seit Jahren.

Tove Knebusch, Ortsbürgermeisterin in Dollbergen, und ihr Kollege Eike Dralle aus Schwüblingsen weisen auf die Bedeutung des geplanten Radwegs für die Einwohner beider Ortschften hin. Wer mit dem Fahrrad zwischen Dollbergen und Schwüblingsen unterwegs sei, müsse über die Eisenbahnbrücke im Zuge der K 132. Auf der schmalen Fahrbahn der Brücke werde schnell gefahren. Radfahrer könnten dort wegen der Leitplanken nicht ausweichen, wenn sich zwei Fahrzeuge begegneten, macht Dralle auf die Gefahren aufmerksam.

„Schwüblingser Kinder besuchen die Schule in Dollbergen“, sagt der Ortsbürgermeister. Die Schüler schlössen untereinander Freundschaften. Daher führen Schwüblingser Kinder mit dem Rad zu ihren Freunden in Dollbergen und umgekehrt. Die Fußball-Jugendspielgemeinsschaft Dollbergen/Schwüblingsen/Katensen nehme mit mehreren Mannschaften am Spielbetrieb teil. „Die trainieren überwiegend in Dollbergen“, berichtet Dralle. Im Sommer radelten die Kinder zum Training.

Aber auch Erwachsene profitierten von dem Radweg. „Sie können künftig sicher mit dem Rad den Dollberger Bahnhof erreichen. „Der Weg dorthin ist kürzer als zum Bahnhof in Arpke“, sagt Dralle. Außerdem könne man demnächst von Schwüblingsen aus mit dem Fahrrad auf sicheren Wegen Rundtouren durch den Landkreis Peine machen.

Auch Knebusch streicht die Bedeutung des geplanten Radwegs für Freizeitradler heraus. Naherholungssuchende könnten mit der Bahn bis Dollbergen fahren, dort auf ihr Rad umsteigen und über Schwüblingsen in den Beerbusch radeln. Die Dollbergerin erinnert daran, dass schon beim Bau der Eisenbahnbrücke vor rund 20 Jahren auf der Nordseite des Bauwerks Platz für einen Radweg eingeplant worden ist. „Ich finde es wichtig, dass die Dörfer untereinander für Fahrradfahrer gut erreichbar sind“, sagt Knebusch. Daher dürfe die Forderung eines Radwegs an der Landesstraße 387 von Dollbergen nach Uetze nicht in Vergessenheit geraten. An der L 387 sei die soziale Kontrolle größer als auf der Feldwegeverbindung über Katensen. Knebusch: „Als Mutter würde ich kein Kind mit dem Rad über Katensen nach Uetze schicken.“  Für Radwege an Landesstraßen ist  die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zuständig.

Die Baukosten für den Radweg Dollbergen-Schwüblingsen an der K 132 veranschlagt die Regionsverwaltung mit 500 000 Euro. Das Bundesumweltministerium übernimmt 70 Prozent der Baukosten. Die Zuwendung kommt aus dem Fonds Nationale Klimaschutzinitiative.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller


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