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Bäume und Büsche verbergen die JVA Burgdorf.
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Der stellvertretende Leiter der JVA Braunschweig, Günther Dörge, erinnert sich noch genau. 20 bis 24 Gefangene haben früher pro Jahr aus der JVA Burgdorf das Weite gesucht. Mit der Inbetriebnahme der gesicherten Aufnahme konnte die Anstalt diese Zahl auf durchschnittlich zwei Personen pro Jahr senken.

Seit März 2007 werden neue Häftlinge gleich mit dem Bus in einen umzäunten Bereich gefahren. Von dort aus durchlaufen sie das Aufnahmeverfahren und werden in einem Hafthaus mit erhöhtem Sicherheitsstandard untergebracht. Dessen Fenstergitter haben andere Gefangene in der Metallwerkstatt der Anstalt selbst hergestellt.

Insgesamt haben 42 Personen in dem Haus Platz. Mit der Inbetriebnahme der gesicherten Aufnahme gehört auch die Unterbelegung der Abteilung der Vergangenheit an. „Wir sind ständig voll belegt“, erklärt Dörge.

Für 165 Gefangene ist die Anstalt ausgelegt. Allerdings haben derzeit wegen einer Modernisierung der sanitären Anlagen eines Hafthauses nur 135 Gefangene Platz. Vom Dezember an ist die JVA dann wieder voll belegt.

Insgesamt werden jährlich rund 1000 Gefangene aufgenommen und zum Teil an andere Vollzugsanstalten weitergeleitet. Das gilt zum Beispiel für Männer, die nicht gleich in den offenen Vollzug kommen.

Die Aufnahme wurde im Zuge des Umbaus auch mit Büroräumen und einem ärztlichen Untersuchungsraum ausgestattet. Auch ein Werkraum soll noch eingerichtet werden. Außerdem ist daran gedacht, eine Werkhalle anzubauen, damit die Häftlinge arbeiten und etwas Geld verdienen können. Die von Justizminister Bernd Busemann beabsichtigte Neuorganisation des Vollzugs hat auch Auswirkungen auf die JVA Burgdorf. Darauf haben der stellvertretende Leiter der JVA Braunschweig, Günther Dörge, und Pressesprecher Carsten Küther hingewiesen.

Spätestens 2012 wird die JVA Burgdorf Teil der JVA Sehnde. Die Sehnder JVA kann dann auch offenen Vollzug bieten. An der Sicherheit für die Bevölkerung soll das nichts ändern. „Es wird kein größeres Risiko sein“, erläuterte Dörge im Hinblick auf die Eignungsprüfung der Häftlinge vor dem Wechsel in den offenen Vollzug.

Von Stefan Heinze

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