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Diakoniepastor Harald Gerke, Jugendwerkstatt-Leiterin Gunda Obst, Superintendentin Sabine Preuschoff-Kleinschmit und Friedhelm Neumann von der Diakonieberatung hoffen, dass die Geräte für die neue Küche bald aufgestellt werden können.

Diakoniepastor Harald Gerke, Jugendwerkstatt-Leiterin Gunda Obst, Superintendentin Sabine Preuschoff-Kleinschmit und Friedhelm Neumann von der Diakonieberatung hoffen, dass die Geräte für die neue Küche bald aufgestellt werden können.
© Antje Bismark

Burgdorf

Lernküche der Jugendwerkstatt kostet 60.000 Euro

Mit einer Lernküche will die Jugendwerkstatt im nächsten Jahr ein Angebot für die jungen Besucher schaffen, bei dem sie gesund, alltagstauglich und günstig kochen Noch aber fehlen 20.000E Euro.

Burgdorf.  Für etwa 60.000 Euro will die Leiterin der Jugendwerkstatt, Gunda Obst, im nächsten Jahr eine Lernküche in dem Gebäude an der Straße Drei Eichen einrichten – die Großgeräte stapeln sich bereits im Obergeschoss. Doch noch fehlen etwa 20.000 Euro, wie Obst jetzt bei der Vorstellung des Jahresberichtes vom Diakonieverband Hannover-Land sagte. 

Insgesamt 22 Plätze bietet die Jugendwerkstatt den jungen Frauen und Männern, die Unterstützung benötigen. „Wir verzeichnen in diesem Jahr etwa 80 Zugänge“, sagte Obst und fügte hinzu, dass etliche der Jugendlichen bereits nach den ersten drei Monaten aufgäben. „Wer diese Zeit durchhält, bleibt dann länger“, berichtete Obst jetzt bei einem Gespräch mit Diakoniepastor Harald Gerke, Superintendentin Sabine Preuschoff-Kleinschmit und Friedhelm Neumann von der Diakonie-Beratungsstelle. 

Dabei bearbeiten die sieben Mitarbeiter der Jugendwerkstatt drei Aufgabenfelder: Zum einen kümmern sie sich mit praktischen Qualifizierungen mit speziell geschulten Ausbildern darum, dass die Schüler in das Berufsleben integriert werden können. Zum anderen sorgt Ute Barra mit besonderen Unterrichtsmethoden dafür, dass die Jugendlichen den Weg zurück in die Schule finden. „Die Schüler entscheiden jeden Morgen selbst, welchen Unterrichtsstoff sie wiederholen möchten – manches stammt noch aus der Grundschulzeit“, sagte die Werkstatt-Leiterin und betonte: „Das greift hervorragend.“

Der dritte Bereich umfasst die Jugendhilfe mit der Sozialarbeit und Beratung: „Eigentlich sind wir vor sieben Jahren dabei mit der Berufsvorbereitung gestartet und haben dafür auch Zertifizierungen von der Handwerkskammer erhalten“, sagte Obst. Allerdings gerate dieses Ziel seit etwa drei Jahren in den Hintergrund, zu groß seien die „Vermittlungshemmnisse und Problemlagen“ der jungen Menschen. Als Beispiele nannte sie die Verschuldung, prekäre Wohnverhältnisse oder psychische Beeinträchtigungen, die zum Teil aus Verwahrlosung in der Familie, körperlicher oder sexueller Gewalt stammten.

Angesichts dieser Herausforderungen planen Obst und ihr Team seit zwei Jahren ein neues Projekt, das sie im Frühjahr 2018 auch realisieren müssen – sonst verfallen unter anderem Förderungen von der Fernsehlotterie. „Wir planen eine Lernküche mit acht Plätzen“, kündigte sie an. Dabei gehe es darum, gemeinsam gesunde Lebensmittel einzukaufen, günstig und alltagtauglich zu kochen und zusammen zu essen. Wegen der Arbeitsstättenverordnung muss die Jugendwerkstatt besondere Auflagen erfüllen, deshalb liegen die Kosten bei 60.000 Euro. „Noch fehlt uns ein Drittel“,, sagte Obst, die nun auf weitere Spenden hofft.

Von Antje Bismark


Burgdorf ist ...

  • ... eine Stadt im Osten der Region Hannover mit neun Ortsteilen und rund 30.000 Einwohnern.
  • ... bekannt für Spargelanbau und  Hannoveraner-Zucht.
  • ... die Heimat des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf.
  • ... mit seiner historischen Innenstadt das ideale Ziel für einen Tagesausflug.
  • ... 6x pro Woche Thema im Anzeiger, die als Heimatzeitung in Burgdorf der Neuen Presse beiliegt. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.