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Nachrichten Lebenshilfe stellt ihr neues Wohnheim vor
Region Burgdorf Nachrichten Lebenshilfe stellt ihr neues Wohnheim vor
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13:51 28.09.2018
In dem neuen Wohnhaus der Lebenshilfe Peine-Burgdorf gibt es zwölf Plätze in Einzelzimmern und zwei Appartements. Quelle: Antje Bismark
Burgdorf

Zwölf neue Plätze für Bewohner hat die Lebenshilfe Peine-Burgdorf in ihrem neuen Gebäude am Knopsberg geschaffen – insgesamt 1,4 Millionen Euro hat der Neubau gekostet. Er umfasst acht Einzelzimmer und zwei Appartements für je zwei Bewohner. „Damit entspricht das Haus dem niedersächsischen Standard ohne Doppelzimmer“, sagte Uwe Hiltner, Geschäftsführer der Lebenshilfe Peine-Burgdorf, am Freitag bei der offiziellen Eröffnung.

Stolz zeigt Mareike Deister ihr neues Zimmer. Quelle: Antje Bismark

Für die Bewohner Frank Heim und Mareike Deister, die bislang ihr Zuhause mit einem Mitbewohner im Altbau teilten, liegt die Besonderheit darin, ohne große Absprachen ihre freie Zeit verbringen zu können. „Für mich ist das Schönste, Fernsehen zu gucken, wann ich will“, sagte Heim, der mit Wohnstättenleiter Sebastian Seyfang die Besucher begrüßt hatte. Deister freute sich über ihr eigenes Reich, das sie mit blauen Farben und Möbeln selbst gestalten konnte. Das Badezimmer und die Toilette teilt sie sich mit einer Zimmernachbarin: „Ich finde es einfach nur schön“, sagte sie.

Hiltner nutzte den Tag der offenen Tür für einen Rückblick auf die vier Jahre dauernde Planung und Bauzeit auf dem Areal, das die Burgdorfer Lebenshilfe für einen symbolischen Preis überlassen hatte. „Ohne dieses großzügige Handeln wäre der Bau nicht möglich gewesen“, betonte der Geschäftsführer. Daran habe sich der Ratsbeschluss angeschlossen, den Bebauungsplan zu ändern, es folgten Debatten um einen neuen Standort für einen Altglascontainer, Gespräche mit den Bewohnern und Mitarbeitern über die Gestaltung und vor allem die Suche nach Handwerkern. Mitunter habe es auf die Ausschreibungen gar keine Ergebnisse gegeben. „Dank der Architekten hat letztlich alles geklappt“, sagte Hiltner und verwies darauf, dass die Lebenshilfe den Kostenrahmen habe halten können.

Wohnstättenleiter Sebastian Seyfang und Bewohner Frank Heim loben das neue Wohnhaus. Quelle: Antje Bismark

Und das trotz etlicher Neuerungen, wie Jürgen Niemeier vom gleichnamigen Planungsbüro aus Walsrode sagte. Dazu gehöre unter anderem ein kleiner Innenhof, der den Bewohnern einen geschützten Raum biete. Allerdings müssen sie sich nicht dort treffen, wenn sie draußen sitzen möchten: Jedes Zimmer besitzt auch eine kleine Terrasse, auf der sie sich gern aufhalte, ergänzte Deister beim Rundgang durchs Gebäude – lichtdurchflutet dank vieler bodentiefer Fenster.

„Wer weiß, welche Projekte wir noch gemeinsam mit der Lebenshilfe realisieren?“, fragte Matthias Paul, stellvertretender Bürgermeister, mit Blick auf die Stadt-WG, die die Lebenshilfe erst vor wenigen Monaten an der Straße Vor dem Celler Tor eröffnet hatte. Er würdigte die Investition in einem besonderen Segment, die in Zeiten von Wohnungsknappheit dringend notwendig sei. Nach Aussage Hiltners bietet die Lebenshilfe den Menschen mit Behinderung nun alle Betreuungsoptionen in Burgdorf: von der stationären Unterkunft mit 24-Stunden-Unterstützung über die Stadt-WG mit zeitweiser Hilfe bis hin zu Wohnungen mit ambulanter Betreuung. „Darauf sind wir stolz“, sagte er – unter Beifall der Bewohner.

Von Antje Bismark

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