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15:04 04.10.2018
Nina Groß (von links), Stella Muhle und Sabine Rolke kümmern sich um die Kinder - und um Therapiepferd Max. Quelle: Privat
Burgdorf

 Max und Sammy, Cookie und Shadow – diese Namen kennen nicht nur die Jungen und Mädchen, die in Krippe und Kita des Heilpädagogischen Zentrums betreut werden, sondern auch viele Grundschüler: Sie reiten einmal wöchentlich auf den Therapiepferden. „Die Nachfrage wächst stetig“, sagt Lebenshilfe-Geschäftsführerin Barbara Moschüring mit Blick auf inzwischen drei Nachmittagsgruppen, in denen externe Kinder das Voltigieren und Reiten üben.

Der Vormittag auf dem Pferderücken gehört den Jüngsten aus der Krippe Rappelkiste, die zehn Kinder ohne und zwei mit Unterstützungsbedarf besuchen. In den Kooperativen Gruppe von Mullewap 1 und 2 betreut das Team jeweils zehn Dreijährige bis Schulanfänger, die keinen Unterstützungsbedarf haben, und je sechs Kinder, die eine Hilfe benötigen. Hinzu kommen 64 Jungen und Mädchen aus den heilpädagogischen Kita-Gruppen. „Und natürlich reiten auch die Schüler der Schule am Wasserwerk“, sagt Moschüring. Damit seien die Tiere an den Vormittagen gut ausgelastet.

Die Geschäftsführerin ist deshalb froh, dass die Einrichtung mit Sammy und Cookie zwei Ersatztiere gefunden hat. „Das verdanken wir dem Netzwerk der Reittherapeutinnen“, sagt sie und fügt hinzu, dass sich daraus auch eine Hilfe für Max entwickelt habe. Diesen behandelte Stella Muhle, Physiotherapeutin für Menschen und Pferde, nach einer Erkrankung kostenlos. „Für mich ist die Therapie mit Pferden eine wichtige Notwendigkeit in der Behandlung von Menschen mit Förderbedarf, um die psychische und physische Balance wiederherzustellen“, begründete sie ihr Engagement.

Lebenshilfe feiert in 2019 das 50-jährige Bestehen

Denn letztlich gehe es in der Reittherapie darum, körperliche Fähigkeiten wie Gleichgewicht und Koordination, Konzentration, Körper- und Sinneswahrnehmung zu stärken, sagt Moschüring. Neben Spaß und Freude erlebten die Kinder zudem neue Entwicklungsfelder, sie könnten Ängste abbauen, ihr soziales und emotionales Verhalten stärken. „Das nützt Jungen und Mädchen mit und ohne Unterstützungsbedarf gleichermaßen“, weiß sie aus Erfahrung.

Das für die Behandlung gesparte Geld kann die Lebenshilfe als Träger des Heilpädagogischen Zentrums, der Ambulanten Dienste und der Reitsparte gut gebrauchen: Noch in diesem Jahr gestalten Arbeiter das 1500 Quadratmeter große Gelände neu – durchaus auch mit Blick auf das 50-jährige Bestehen des Vereins im nächsten Jahr, der seinen Geburtstag am 15. Juni 2019 mit einem Sommerfest feiern wird. Bis dahin ergänzen ein Bauwagen, eine Balancewippe und ein Wahrnehmungsparcours die Spielgeräte, zu denen die Turmanlage und eine Rennstrecke für Bobbycars oder Dreiräder gleichermaßen gehören. „Dann steht das gesamte Areal den Kinder zur Verfügung“, betont Moschüring. Ihren Angaben zufolge kosten die Arbeiten knapp 25.000 Euro, die das Team seit März mit Fachleuten geplant hat. Parallel dazu errichtet eine Firma am Haus 1 einen Anbau für die Verwaltung. „Mit der Krippe und den Kooperativen Gruppen sowie dem Reitangebot wachsen wir“, sagt sie.

Die Neuerungen können sich Eltern der jetzigen Kinder beim Herbstfest am Freitag, 19. Oktober, von 17 bis 19 Uhr auf dem Gelände anschauen. Willkommen seien an diesem Nachmittag auch Familien, die sich die Einrichtung für ihren Nachwuchs anschauen möchten, sagt Moschüring.

Von Antje Bismark

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