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Nachrichten Landwirt verliert sieben Tonnen Kartoffeln
Region Burgdorf Nachrichten Landwirt verliert sieben Tonnen Kartoffeln
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00:19 15.09.2018
Ein Kartoffel-Transporter hat auf der Straße Vor dem Celler Tor Erdäpfel in großen Mengen verloren. Quelle: Justin Nikolajew
Burgdorf

Annähernd sieben Tonnen Kartoffeln hat ein Landwirt aus Otze am Mittwochmorgen kurz vor 7 Uhr auf der Straße Vor dem Celler Tor vom Anhänger verloren. Nachfolgende Fahrzeuge fuhren durch den Kartoffelbrei, bis Feuerwehr und Polizei die Gefahrenstelle absperrten und den Verkehr umleiteten. Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten dauerten annähernd zwei Stunden.

Landwirt Torsten Scholze kann sich beim besten Willen nicht erklären, weshalb sich die Seitenklappe des Anhängers öffnete. Fakt sei, dass zwischen der HEM-Tankstelle am Nassen Berg und der Sorgenser Straße durch die Öffnung etwa die Hälfte der auf dem Anhänger geladenen 15 Tonnen auf die Fahrbahn fielen. „Ich bin heilfroh, dass da niemandem etwas passiert ist“, zeigte sich der Landwirt erleichtert.

Auf der Straße sorgten die Kartoffeln der mehligkochenden Sorte Lilly für alles andere als ideale Fahrbedingungen: „Da sind ja dann ja die Autos durchgefahren. Da war schnell alles Brei und Matsch“, sagte Scholze, dessen Vater am Steuer des Treckergespanns saß, um die Kartoffelladung nach Sievershausen zum Großhändler Vasterling zu fahren. Ein Mitarbeiter des Tiefbauamts fuhr in seinem Auto unmittelbar hinter dem Treckergespann her und machte den Fahrer auf den Ladungsverlust aufmerksam. Das gelang ihm allerdings erst in Höhe des Stadions. Anschließend informierte er die Polizei und den Straßenbauhof der Stadt, der gerade erst die Arbeit aufgenommen hatte.

Kartoffelmatsch liegt auch in den Gullys

„Die Autofahrer hupten wie wild“, beschrieb eine Mitarbeiterin der Tankstelle das Geschehen. Feuerwehrleute sicherten um 7 Uhr als erste die Gefahrenstelle ab, bevor die zehn mit Spülwagen und Kehrmaschine herbeigeeilten Bauhofarbeiter übernahmen. Der Landwirt beorderte nach eigenen Angaben seine Mitarbeiter und Familienmitglieder an den Unglücksort, um die Kartoffeln möglichst schnell zurück auf den Anhänger zu schaufeln und die von der Polizei zwischen Sorgenser Straße und Nassem Berg gesperrte Fahrbahn frei zu machen. Auch Kollegen des Landwirts vom Nachbarhof Krull halfen tatkräftig mit. Hinterher holten Bauhofmitarbeiter den Kartoffelmatsch aus den Gullys und reinigten mit der Kehrmaschine die Straße, die die Polizei gegen 9.15 Uhr wieder freigab.

Landwirt Torsten Scholze beziffert den Kartoffelschaden gegenüber dieser Zeitung auf 1000 Euro. Die Polizei nennt als Schadenssumme 4000 Euro.

Von Joachim Dege

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