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Nachrichten Ministerium: Oberstufenzentrum nicht zulässig
Region Burgdorf Nachrichten Ministerium: Oberstufenzentrum nicht zulässig
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01:18 10.03.2018
IGS-Leiter Rudolfs Alker plant eine eigene Oberstufe für seine im Aufbau befindliche Schule. Quelle: Dege
Burgdorf

 Ein gemeinsames Oberstufenzentrum für die beiden Fachgymnasien der Berufsbildenden Schulen (BBS), das allgemeinbildende Gymnasium und die Integrierte Gesamtschule (IGS) wird es in Burgdorf nicht geben. Das sei rechtlich nicht möglich, hat Wolfgang Toboldt vom Niedersächsische Kulturministerium jetzt klargestellt. 

Der Vorschlag für ein Oberstufenzentrum stammt vom Leiter des Gymnasiums, Michael Loske. Die CDU/FDP-Ratsgruppe und der designierte CDU-Bürgermeisterkandidat Armin Pollehn machten sich dessen Vorschlag zu eigen und erhoben das Oberstufenzentrum zu einer ihrer zentralen schulpolitischen Forderungen. Bürgermeister Alfred Baxmann und IGS-Schulleiter Rudolf Alker argumentierten stets, dass ein solches Zentrum für drei verschiedene Schulformen gar nicht zulässig sei. Sie fühlen sich in ihrer Rechtsauffassung nach Toboldts Auftritt in der Arbeitsgruppe Schulentwicklungsplanung nun bestätigt. Alker erklärte auf Nachfrage dieser Zeitung prompt, dass er für seine Schule weiter eine Oberstufe einrichten will. Die Schülerzahlen dafür reichten aus.

Das Logo der IGS prangt an der Schulwand zur Straße Im Langen Mühlenfeld. Quelle: Dege

Die Arbeitsgruppe Schulentwicklungsplanung ist ein vom Rat installiertes Gremium. Es soll sicherstellen, dass Schulleiter, Eltern- und Schülervertreter an der Vorbereitung sie betreffender Einscheidungen mitwirken können. Die Gruppe tagt hinter verschlossenen Türen. Von öffentlichem Interesse freilich ist, was dort besprochen wird: So könnte Eltern bei ihrer Schulauswahl für ihre Kinder beeinflussen zu wissen, ob die IGS eine eigene Oberstufe bekommt oder nicht, räumt der Schulausschussvorsitzende Hartmut Braun von den Grünen ein.

Für die CDU/FDP-Ratsgruppe bedauerte deren Vorsitzender Mirco Zschoch, dass das Oberstufenzentrum vom Tisch ist. „Jetzt müssen wir gucken, was mit Kooperationen geht.“ Ziel müsse es sei, schlagkräftige Oberstufen hinzubekommen, die Schülern ein breit gefächertes Angebot an Profilen garantierten. Zschoch will sich in Hannover kundig machen, wo es solche Kooperationen zwischen den Schulformen IGS und Gymnasium gebe. Der Christdemokrat hielte auch eine Anhörung mit Fachleuten für sinnvoll, um auszuloten, was in Burgdorf machbar ist. Auch Toboldt hatte Kooperationen in der Arbeitsgruppe ausdrücklich als zulässig bezeichnet.

Verschiedene Kooperationen zeichnen sich bereits ab. So habe die IGS mit der BBS soeben eine Zusammenarbeit bei der Berufsorientierung verabredet, berichtete Alker. Mit dem Gymnasium sei eine engere Zusammenarbeit bei der Bildung von Arbeitsgemeinschaften wünschenswert. In der Arbeitsgruppe Schulentwicklungsplanung verriet die Stadtverwaltung zudem, dass sie mit der Gemeinde Uetze im Gespräch sei, nachdem die Nachbarkommune dem Wunsch ihrer IGS eine Absage erteilt habe.

SPD-Fraktionschef Gerald Hinz sagte: „Wir werden weiter verfolgen, die IGS mit einer Oberstufe zu versehen, wenn ausreichend Schüler da sind.“ Letzteres hält Braun für „sehr wahrscheinlich“. Mindestens 54 IGS-Schüler müssten Oberstufenreife haben. Danach sehe es im Moment aus, wenn womöglich auch noch IGS-Schüler aus Uetze dazukämen. Alker rechnete auf Nachfrage vor, dass gegenwärtig 180 Schüler sechs Klassen im Jahrgang sieben besuchten. Zum Sommer würden es mit Zuzügen und Rückläufern vom Gymnasium voraussichtlich bis zu 200 Schüler in diesem Jahrgang, sodass die Klassen geteilt werden müssen und der Jahrgang somit siebenzügig wäre.

Die Schülerzahlen rechtfertigten eine eigene Oberstufe an der IGS, sagt die Schulleitung. Quelle: Dege

Von Joachim Dege

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