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Region Burgdorf Nachrichten Kleine Igel futtern sich für den Winterschlaf rund
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17:17 05.12.2017
Dieser kleine Jungigel macht sich an der Vogelfutterstelle über Walnüsse her - eine halbe Stunde frisst das possierliche Tier ohne sich stören zu lassen. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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Uetze

 Die spät im Jahr geborenen Igel haben Glück, dass der Winter noch auf sich warten lässt. So finden sie nach wie vor Nahrung, um sich genug Speck anzufressen, damit sie den Winter überhaupt überleben können.  „Erst wenn es knackig kalt wird und der Boden gefriert, ziehen die Igel sich zum Winterschlaf zurück“, sagt Ernst Schmidt vom Nabu Burgdorf, Lehrte, Uetze.

Ein sehr hungriger Jungigel hat sich sogar beim Schneefall am vergangenen Wochenende aus seinem Unterschlupf gewagt. Schnurstracks hat er die Futterstelle für Vögel angesteuert und vor allem die fettreichen Walnüsse verputzt. „Man kann für Igel auch Rosinen und Katzentrockenfutter bereitstellen “, sagt Schmidt. Wer auf Nummer Sicher gehe wolle, finde im Handel auch spezielles Igelfutter. 

Die Igel buddeln sich für ihren Winterschlaf Höhlen, die bis zu dreiviertel in der Erde liegen und mit Laub oder Totholz abgedeckt sind. „Optimal als Winterquartier sind Büsche, unter denen Laub liegt“, sagt Schmidt. Wer den stacheligen Gesellen helfen will, sollte das Laub auf die Beete und nicht zur Deponie bringen, rät er.

„Igel, auch die kleinen, sollte man immer draußen lassen“, sagt Schmidt. Dort fühlten sie sich am wohlsten. Der Bestand der nützlichen Tiere – sie vertilgen große Mengen Gartenschädlinge – sei stabil. „Es werden zwar immer wieder welche überfahren, aber die Igel haben nur wenige Feinde“, erklärt der Nabu-Mann. Dazu gehören Marder und Waschbär aber auch der Uhu, der die stachelbewehrten Tiere jagt und damit vor allem seine Jungen im Nest füttert. 

Der Igel selbst hat ein relativ großes Revier, in dem er auf Futtersuche geht. In einer Nacht kann er auf seinen kurzen Beinen laut Schmidt problemlos 400 bis 500 Meter zurücklegen. Damit er auch im Spätherbst noch Nahrung findet, sollte man in seinem Garten mit dem Zurückschneiden von Pflanzen und dem Laubharken zurückhaltend sein. „Einen Garten winterfest machen, ist für die Natur eher schädlich“, betont Schmidt.

Von Anette Wulf-Dettmer

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