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Region Burgdorf Nachrichten Lastwagen sollen über Gleise zum Kaliberg fahren
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00:12 22.02.2018
Nach dem CDU-Vorschlag sollen die Kalibahntrasse (rechts) und der Forstweg, die vom Exxon-Mobil-Gelände zum Kaliberg führen, zu Einbahnstraßen ausgebaut werden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Hänigsen

 Wenn die Pläne zur Abdeckung des Wathlinger Kalibergs so verwirklicht werden, wie sie der K+S-Konzern vorgelegt hat, wird Hänigsen die Hauptlast des Anlieferverkehr zur Kaliberg tragen müssen. Um das zu verhindern, hat der Ausschuss für Verkehr, Umwelt und Planung des Uetzer Rates am Donnerstagabend mehrheitlich empfohlen, den CDU-Vorschlag zur Verkehrsführung in die Stellungnahme der Gemeinde zum K+S-Projekt aufzunehmen. Im Ortsrat Hänigsen hatte der CDU-Antrag keine Mehrheit gefunden.

Die CDU will, dass geprüft wird, ob man die Kalibahntrasse, die vom Exxon-Mobil-Gelände bei Nienhagen durch das Waldgebiet Brand zur Halde führt, und einen weitgehend parallel verlaufenden Forstweg für die An- und Abfahrt der Lastwagen nutzen kann. Das Gleisbett könne man zur Einbahnstraße in Richtung Kaliberg ausbauen, erläuterte der Ausschussvorsitzende Werner Hübner (CDU). Zurück könnten die Fahrzeuge über den Waldweg fahren, der Einbahnstraße in die Gegenrichtung werden soll. „Sollten Hin- und Rückführung auf den parallel verlaufenden Trassen nicht möglich sein, ist auch eine einseitige Hinführung auf der Bahntrasse zu prüfen“, sagte Hübner. Dann müssten nur die leeren Transporter über die Landstraße Wathlingen-Hänigsen rollen. Das zusätzliche Verkehrsaufkommen in Hänigsen würde sich halbieren.

Der stellvertretende Vorsitzende der BI Umwelt Uetze, Wolfgang Tannenberg, berichtete, dass die Gemeinde Nienhagen eine Verkehrsführung durch den Brand ablehne. Es bestehe der Gefahr, dass der Anlieferverkehr aus Norden und Nordosten durch Nienhagen fahre. Bürgermeister Werner Backeberg (SPD) erinnerte vergeblich daran, dass er und seine Kollegen aus den Nachbarkommunen gern eine einheitliche Stellungnahme abgeben wollen.

Ungeachtet der Verkehrslenkung wird die Hauptforderung der Gemeinde sein, dass K+S den Wathlinger Kaliberg abtragen und mit dem Material die Hohlräume des stillgelegten Bergwerks Niedersachsen-Riedel füllen soll. Georg Beu (Grüne) kritisierte, dass der Konzern auch beantragt hat, künftig das Wathlinger Haldenwasser in die Fuhse leiten zu dürfen. So will K+S offenbar Platz schaffen, um das stillgelegte Hänigser-Wathlinger Bergwerk mit Produktionsabwasser aus dem thüringischen und hessischen Kalirevier zu fluten.

Vor der Ausschusssitzung demonstrieren elf Gegner der K+S-Pläne gegen die beantragte Abdeckung des Wathlinger Kalibergs. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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