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Burgdorfs Schulpolitiker empfehlen, dass die IGS einen Neubau gegenüber der Keksfabrik in der Nordstadt bekommen soll.

Burgdorfs Schulpolitiker empfehlen, dass die IGS einen Neubau gegenüber der Keksfabrik in der Nordstadt bekommen soll.
© Joachim Dege

Burgdorf

Die IGS soll einen Neubau erhalten 

Der Schulausschuss des Rates hat sich am Dienstagabend mit großer Mehrheit für einen IGS-Neubau ausgesprochen. Nur die CDU ist dagegen. 

Burgdorf.  Die Integrierte Gesamtschule (IGS) soll einen Neubau auf dem Kirchenacker zwischen Technischem Hilfswerk und Sorgenser Mühle bekommen. So will es die große Mehrheit des Schulausschusses, die am Dienstagabend eine entsprechende Empfehlung an der Rat ausprach. Nur die CDU ist dagegen. Eine Alternative benannte sie aber nicht.

Neubau für die IGS auf der grünen Wiese oder Teilneubau im gewachsenen Wohnumfeld neben dem Stadion mit Nutzung der Prinzhorn-Schule und des Realschul-Altbaus – das sind die Alternativen, die die Stadt hat. Beide kosten  jeweils rund 50 Millionen Euro. Die Stadtverwaltung empfiehlt derweil den Neubau, zumal an der Straße Vor dem Celler Tor auch der Bau einer Sporthalle und eines schulsporttauglichen Außengeländes realisierbar wären. Ihr Hauptargument: Bauen im Bestand dauere länger als ein Neubau und berge zudem das Risiko, dass Anlieger mit Klagen den Teilneubau verzögerten. Eine noch längere Bauzeit wirke sich aber unweigerlich negativ auf die Baukosten aus. 

Vertretern der SPD, der Grünen, der WGS, der Freien Burgdorfer sowie der Schüler und der Eltern leuchtet das Argument ein. Obwohl auch ihnen die Kosten von mindestens 50 Millionen Euro noch Kopfzerbrechen bereiten, votierten sie am Ende mit acht Stimmen für einen Neubau. Nur die beiden CDU-Ratsherren Mirco Zschoch und Armin Pollehn lehnten einen Neubau rundweg ab: wegen der aus ihrer Sicht viel zu hohen Kosten. Und auch, weil der Neubau der IGS die Einrichtung einer eigenen Oberstufe vorsieht. 

Wie die CDU die IGS mit angemessenem Schulräumen auszustatten gedenkt, dazu schwiegen sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Zschoch und der designierte CDU-Bürgermeisterkandidat Pollehn trotz wiederholten Nachfragens von Bürgermeister Alfred Baxmann aus. FDP-Ratsherr Karl-Ludwig Schader gab vor, dass er nicht erkennen könne, wie die Stadt das Projekt finanziell stemmen kann. Zu einer Haltung zur IGS konnte er sich nicht durchringen. Er enthielt sich der Stimme.

SPD-Ratsfrau Christiane Gersemann wies darauf hin, dass die Stadt keine Zeit zu verlieren habe. „Wir dürfen keine weitere Runde im Kreis drehen.“ Die Schüler, die Räume benötigten, seien da. Schon jetzt brauche es Übergangslösungen, um sie unterzubringen, bekräftigte Elternvertreterin Karolin Thieleking. Deren Vorschlag, das Großprojekt IGS-Neubau einem Totalunternehmer anzutragen, wie dies die CDU für die Pausewang-Grundschule ins Gespräch gebracht hatte, befürworteten sowohl WGS-Ratsherr Kurz-Ulrich Schulz wie Bürgermeister Baxmann. Dann könnte sich die Bauverwaltung der Stadt auf das kleinere Projekt Grundschul-Neubau konzentrieren.

Von Joachim Dege


Burgdorf ist ...

  • ... eine Stadt im Osten der Region Hannover mit neun Ortsteilen und rund 30.000 Einwohnern.
  • ... bekannt für Spargelanbau und  Hannoveraner-Zucht.
  • ... die Heimat des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf.
  • ... mit seiner historischen Innenstadt das ideale Ziel für einen Tagesausflug.
  • ... 6x pro Woche Thema im Anzeiger, die als Heimatzeitung in Burgdorf der Neuen Presse beiliegt. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.