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Region Burgdorf Nachrichten Gymnasium und Realschule wachsen zusammen
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00:16 02.12.2017
Die Bigband des Gymnasiums gestaltet die Feierstunde musikalisch. Quelle: Bismark
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Burgdorf

 Seit August lernen die Realschüler im neuen C-Trakt am Berliner Ring – knapp vier Monaten später hat die Stadt das 12,5 Millionen Euro teure Gebäude am Dienstag auch offiziell in Betrieb zu nehmen. Die Realschule und das Gymnasium nutzten die Feierstunde für eine erste Bilanz der neuen Nachbarschaft, seit die Realschüler ihr altes Gebäude der IGS überlassen und in den Neubau gezogen sind. Eines eint alle: Der Stolz auf die neue Schule, die nun mit einem von Fairness, Toleranz und Gerechtigkeit geprägtem Lernklima gestaltet werden müsse, wie Bürgermeister Alfred Baxmann sagte.

Die Kostenrahmen konnte laut Bürgermeister ebenso gehalten werden wie der Zeitplan. Den Neubau bezeichnete er als ersten Baustein für die Neugestaltung der Schullandschaft. Weitere Projekte müssten folgen, wenn sich Burgdorf als familienfreundliche Stadt mit einem breit gefächerten Bildungs- und Betreuungsangebot entwickeln wolle. „Die Summen erschrecken uns schon“, sagte Baxmann, aber er appelliere an Rat und Verwaltung dies als Gemeinschaftsleistung zu schultern.

Wie auch Baxmann würdigten Architekt Frank Schaper und Michael Loske, Leiter des Gymnasiums, das gemeinsame Bemühen aller Akteure für eine gute Schule – von den Mitarbeitern der Verwaltung über Baufirmen und Projektleiter bis hin zu Schülern, Lehrern, Eltern und Hausmeistern. Loske rief den geladenen Besuchern in Erinnerung, dass es zu Beginn eine Debatte über den Abriss gegeben habe und dass während des Bauprozesses die Gudrun-Pausewang-Grundschule auf „ihre“ neue Schule verzichtet habe, damit die Realschule einziehen konnte. „Das ist für mich die größte Leistung, nun auf den nächsten Neubau zu warten“, sagte Loske.

Dann lenkte er mit Kai Klinge, Leiter der Realschule, den Blick auf einen Aspekt, der sich erst seit Schuljahresbeginn ergeben hat: das Zusammenwachsen beider Schulen auf einem Grundstück. „Wir haben Mathematiklehrer an die Realschule abgegeben, sie unterstützen uns mit Deutsch“, sagte Loske und verwies zudem auf die gemeinsame Schulordnung.  Klinge nannte außerdem den Schulsanitätsdienst als übergreifendes Projekt. 

„Wir werden noch viel in diesem Gebäude erleben, das verspreche ich euch“, sagte Loske den Schülern, die den Nachmittag musikalisch gestaltet hatten. Neben der Bigband des Gymnasiums beeindruckten auch Sängerin Carolin Peldszus und Gitarrist Anton Frackenpohl sowie die Percussiongruppe mit Fünft- bis Siebtklässlern.

An der Fassade fehlen noch Platten

Noch scheinen längst nicht alle „Kinderkrankheiten“ des neuen C-Trakts geheilt: So berichtete Kai Klinge, Leiter der Realschule, während der Feierstunde von sensorgesteuerten Wasserhähnen in den Klassenräumen, die plötzlich anfingen zu sprudeln. „Wir glauben inzwischen an einen Hausgeist, aber an einen guten“, sagte er. 

Andere kleine Arbeiten an dem Gebäude stehen nach Aussage von Stadtsprecherin Alexandra Veith in den nächsten Wochen an. So fehlen an der Außenfassade noch etliche Platten, zurzeit ist noch die Dämmung zu sehen. „Zunächst war vorgesehen gewesen, die Platten in den Farben der Grundschule zu lackieren“, sagte Veith. Allerdings ließ die Stadt die Produktion bis zum politischen Beschluss stoppen, dass das Gymnasium und nicht die Grundschule der Realschule folgen soll. Nun erhalten die Platten in Absprache mit dem Gymnasium eine blaue und graue Lackierung, sie sollten in der zweiten Dezemberwoche montiert werden. 

Von Antje Bismark

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