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Region Burgdorf Nachrichten Fast alle Storchennester sind schon besetzt
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00:24 16.03.2018
Im Hängiser Nest ist bislang nur das Männchen eingetroffen. Quelle: Bernd Moßmann
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Uetze/Burgdorf

 In Dedenhausen, Obershagen, Uetze und Hänigsen haben sich die Störche zu sehen lassen. Uetzes Naturschutzbeauftragter Erhard Zander führt Buch, wann die großen Vögel aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt sind. Der Erste kam am 23. Februar und reservierte sich das Nest in Obershagen. Am 17. März war das Pärchen komplett. Im vergangenen Jahren haben die beiden in ihrem Nest neben der Kirche drei Junge großgezogen.

Das Pärchen in Dachtmissen duckt sich tief in sein Nest. Quelle: Bernd Moßmann

Auch das Dachtmisser Nest ist seit dem 23. Februar wieder besetzt, und damit das fünfte Jahr in Folge. In Burgdorf selbst – die Störche nisten auf dem Turm der ehemaligen Konservenfabrik hat sich bislang noch kein Storch sehen lassen. „Ich bin froh, wenn auch noch Ostzieher kommen. Denn es ist günstiger, wenn die Störche später anfangen zu brüten“, sagt Zander. Denn je früher die Jungen schlüpfen, desto höher sei das Risiko, dass sie in frostigen Nächten und bei Dauerregen Schaden nehmen, weil das Gefieder noch nicht ausgebildet sei. „Die Alten schaffen es dann nicht, ihre Jungen zu hudern.“

Ostzieher sind jene Störche, die den Winter in Ostafrika verbringen. Ihr Weg ist weiter als der der Westzieher, die in Gibralter oder Spanien überwintern. Das ist der Grund, warum die Ostzieher später bei uns eintreffen. Die Störche ist jetzt eingetroffen sind, haben in Südwesteuropa oder Nordwestafrika den Winter verbracht. 

Das Storchenpaar in Dedenhausen ist am 7. und 8. März eingetroffen. 2017 konnten die beiden drei Jungstörche aufziehen. Sowohl im Hänigser als auch im Uetzer Horst ist erst ein Storch gesehen – und zwar erstmals am 7. bzw. am 8. März. In Hänigsen sind im vergangenen Jahr drei Jungtiere aufgezogen werden, im Uetze nur einer. „2017 war ein gutes Storchenjahr“, sagt Zander. Es werden immer mehr Störche, die in der Region Hannover Brutmöglichkeiten suchen.  „Es ist eine der wenigen Vogelarten, bei der es aufwärts geht.“ Die Lebensbedingungen für Adebar haben offenbar verbessert.

Vielleicht wird in diesem Jahr auch das Eltzer Nest besetzt. „Es hat sich bereits ein Storch sehen lassen. Noch ist aber nicht sicher, ob er bleibt“, sagt der Naturschutzbeauftragte. In Dollbergen im Fuhsetal mit seinen extensiv bewirtschafteten Weiden steht seit Langem ebenfalls ein Nest. Trotz der idealen Bedingungen für die Frosch- und Mäusejagd – gebrütet hat dort noch nie ein Storchenpaar. Möglicherweise verhindern das die Störche, die seit Jahrzehnten in Abbensen im Landkreis Peine, ihre Jungtiere großziehen. 

Von Anette Wulf-Dettmer

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