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Nachrichten Einbrüche verunsichern Hänigser Einwohner
Region Burgdorf Nachrichten Einbrüche verunsichern Hänigser Einwohner
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00:30 23.12.2017
Zu unterschiedlichen Tageszeiten schlagen Einbrecher in Hänigsen zu. Quelle: Archiv
Uetze

 In Hänigsen häufen sich Wohnungseinbrüche – ohne dass die Polizei dafür eine Erklärung findet. Das hat Jürgen Graver, Leiter der Polizeiinspektion Burgdorf, dem Uetzer Bürgermeister Werner Backeberg und der Ersten Gemeinderätin Ursula Tesch bei deren Vorweihnachtsbesuch in der  Uetzer Polizeistation berichtet. Weitere Themen waren Schäden durch Randalierer und der neue Minikreisel auf der Kaiserstraße.

Nach den Worten des Uetzer Polizeibeamten Peter Schnell sind inzwischen viele Einwohner in Hänigsen wegen der Einbrüche verunsichert. „Warum Hänigsen gewählt wird, können wir nicht nachvollziehen“, sagte Graver. Denn der Ort liege nicht an einer Hauptverkehrsstraße. Zudem schlügen die Täter zu unterschiedlichen Zeiten zu. „Da ist keine Regelmäßigkeit zu erkennen“, stellte Graver fest. Er machte deutlich, dass die Polizei bei den Ermittlungen auf Zeugen angewiesen ist. Laut Graver funktioniert jedoch die soziale Kontrolle nicht immer. So habe ein Hänigser nicht die Polizei verständigt, als er ein auffälliges dumpfes Geräusch auf dem Nachbargrundstück gehört habe. In einem anderen Fall hätte nach Gravers Meinung den Nachbarn auffallen müssen, dass den ganzen Tag über das Garagentor offen stand.

„Es gibt Leute, die sich nicht durchringen können, die 110 zu wählen“, klagte der Polizeibeamte Jörg Knackstedt. „Da gibt es eine Hemmschwelle“, pflichtete ihm die Stationsleiterin Alexandra Frost bei.

Die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch (links) und Bürgermeister Werner Backeberg besuchen die Uetzer Polizeistation. Stationsleiterin Alexandra Frost erläutert ihnen in der Wache das Funkpult. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Nach Backebergs Worten hat die Gemeindeverwaltung den Eindruck, dass sich seit den Sommerferien Sachbeschädigungen von Randalierern häufen. „Da sind wir am Ball. Die Zahlen sinken erfreulicherweise“, erwiderte Frost. Die Schäden seien einer kleinen Gruppe zuzuordnen.

Frost räumte jedoch ein, dass es hin und wieder Probleme am Schulzentrum, dort insbesondere am dortigen Busbahnhof, sowie auf den Schulhöfen der Grundschule am Katenser Weg und der Dollberger Löwenzahnschule gebe. Am Busbahnhof zertrümmern immer wieder Randalierer die Scheiben der Wartehäuschen.

In diesem Wartehäuschen des Busbahnhofs am Schulzentrum fehlen die Scheiben, die von Randalierern zerstört worden sind. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Am neuen Minikreisel an der Einmündung Kaiser-/Marktstraße haben sich in diesem Jahr die Gemüter erhitzt. „Das hat sich beruhigt“, sagte Frost. Wenn man langsam fahre, komme man um den Kreisel herum, stellte sie klar. Knackstedt hat beobachtet, dass viele Autofahrer nicht blinken, wenn sie aus dem Kreisverkehr herausfahren. Andere ignorierten den Kreisel, indem sie einfach auf der Kaiserstraße geradeaus führen, kritisierte dessen Kollege Carsten Schwarz.

Backeberg erläuterte, dass die Gemeinde den Minikreisel wegen der Schulwegsicherung gebaut hat: „Zebrastreifen kann man nicht überall anlegen, aber an einem Kreisel.“ Zudem beruhige der Kreisel den Verkehr auf der Kaiserstraße, sagte Tesch. 

Wenn Autofahrer aus dem Minikreisel an der Einmündung Kaiser-/Marktstraße herausfahren, müssen sie blinken. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Rettungswache bekommt neues Auto

Die Uetzer Rettungswache des Roten Kreuzes bekommt in diesen Tagen einen neuen Rettungswagen. Mit dieser Nachricht wartete der Betriebsleiter des Rettungsdienstes für Burgdorf und Uetze, Ralf Kunter, bei einem Besuch des Uetzer Bürgermeisters und der Ersten Gemeinderätin Ursula Tesch in der Wache auf. Das alte Auto diene künftig dem Rettungsdienst als Reservefahrzeug.

Seit Anfang des Jahres ist ein zweiter Rettungswagen in Uetze stationiert, um zu gewährleisten, dass die Sanitäter in spätestens 15 Minuten an ihrem Einsatzort sind. Als nur ein Fahrzeug in der Fahrzeughalle stand, war diese Frist nicht gesichert. Bei zwei gleichzeitigen Einsätzen in der Gemeinde musste früher ein Fahrzeug aus einer Nachbarwache angefordert werden.

Das zweite Fahrzeug ist laut Kunter während der Woche tagsüber und am Wochenende 24 Stunden besetzt. Backeberg und Tesch konnten sich davon überzeugen, dass beide Rettungswagen in Uetze benötigt werden. Während ihres Besuches wurden die Besatzungen beider Autos zu einem Unfall gerufen, bei dem es Verletzte gegeben hatte.

„Auffällig ist, dass wir jetzt vermehrt in die Nachbarkommunen fahren“, berichtete Kunter. Laut der Rettungsassistentin Karen Albrecht sind sie und ihre Kollegen auch häufig in Hämelerwald im Einsatz. Nach Kunters Worten waren die Sanitäter nach dem Flüchtlingszustrom oft mit Sprachproblemen konfrontiert. „Das hat sich ein bisschen normalisiert“, sagte Kunter. Alljährlich besuchen Backeberg und Tesch die Rettungswache und die Polizeistation, um sich für den Dienst der Sanitäter und der Polizisten zu bedanken.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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