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Region Burgdorf Nachrichten Das Thema IGS spaltet die CDU
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15:36 15.12.2008
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„Wir fühlen uns als gewählte Mandatsträger den Bürgern verpflichtet, die uns ihr Anliegen vortragen“, sagt der Burgdorfer CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Obst. Aus vielen Gesprächen habe sich ergeben, dass die Eltern eine Alternative zum dreigliedrigen Schulsystem wollten. „Und diese bietet sich nun einmal in einer IGS.“

Die immer mehr zur Restschule verkümmerte Hauptschule habe in den Augen vieler Eltern keine Zukunft mehr. Daher sehe die Ratsfraktion eine Elternumfrage in Burgdorf nach wie vor als notwendig an, um klare Zahlen auf dem Tisch zu haben und dann zu entscheiden, wie die schulpolitische Landschaft aussehen könnte.

Die Stadt müsse im nächsten Jahr allein 180.000 Euro Schulgeld für Schüler zahlen, die eine auswärtige Schule besuchen – überwiegend Gesamtschulen wie etwa die IGS Roderbruch in Hannover. Und es würden immer mehr. Nur aufgrund begrenzter Kapazitäten könnten nicht alle Schüler aufgenommen werden.

„Wäre es so, sähe die Burgdorfer Schullandschaft heute schon gravierend anders aus“, sagt Obst. Diese Situation werde sich noch verschärfen, wenn in Hannover neue Gesamtschulen entstünden. Daher müsse man – dieser Hinweis dürfte auch dem CDU-Stadtverband gelten – von der Ideologisierung in der Schulpolitik wegkommen und die Gesamtschule als einen Teil der Schullandschaft begreifen.

„Wir machen ja nicht Politik für eine Partei“, sagt Obst. Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Barthold Plaß wollte auf Anfrage keine Stellungnahme abgeben, weil er zurzeit im Ausland in Urlaub sei und die Erklärung der Ratsfraktion noch nicht kenne. Er wolle sich nächste Woche äußern.

Der Stadtverband hatte eine IGS abgelehnt, weil er Nachteile für andere Schulen und später leer stehende Gebäude befürchtet.

von Oliver Kühn

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