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Region Burgdorf Nachrichten Burgdorf wählt im Mai den Bürgermeister
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00:42 16.06.2018
Der Urnengang für die Bürgermeisterwahl fällt zusammen mit der Europawahl. Quelle: Symbolbild
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Burgdorf

Jetzt steht es fest: Die Burgdorfer werden nächstes Jahr am Sonntag, 26. Mai, den zukünftigen Bürgermeister ihrer Stadt wählen. Am gleichen Tag haben sie auch mit Blick auf Europa die Wahl und können mit ihrem Kreuz die Zusammensetzung des Europaparlaments mitbestimmen.

Das jedenfalls ist der Vorschlag der Stadtverwaltung. Der Rat muss dem in seiner Sitzung am Donnerstagabend noch zustimmen. Dass das Gremium dies wie zuvor schon der Ratsausschuss für Verwaltungsangelegenheiten und der Verwaltungsausschuss der Stadt auch tun wird, daran haben die beiden Bürgermeisterkandidaten Matthias Paul (SPD) und Armin Pollehn (CDU) keinen Zweifel. Beide gehen übrigens davon aus, dass weitere Kandidaten ihren Hut in den Ring werfen werden um die Nachfolge von Amtsinhaber Alfred Baxmann (SPD).

Baxmanns Amtszeit endet am 31. Oktober nächsten Jahres. Er ist dann 70 Jahre alt und stand 15 Jahre lang an der Spitze der Stadtverwaltung. Sein Nachfolger muss nach Vorgabe der Niedersächsischen Kommunalverfassung innerhalb von sechs Monaten vor Ablauf von Baxmanns Amtszeit gewählt werden, und zwar für die Restdauer der aktuellen Wahlperiode des Rates und die Dauer der folgenden Ratsperiode – also bis zum 31. Oktober 2026.

Um den organisatorischen und den finanziellen Aufwand für die Stadt in Grenzen zu halten, will sie die Bürgermeisterwahl am gleichen Tag wie die Europawahl abhalten. Die Wahllokale öffnen am 26. Mai 2019 morgens ab 8 Uhr und schließen abends um 18 Uhr. Sollte keiner der Kandidaten für die Bürgermeisterwahl die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen erhalten und eine Stichwahl erforderlich sein, soll diese am 16. Juni sein, also am Wochenende nach Pfingsten. Normalerweise ist eine Stichwahl stets zwei Wochen nach der Hauptwahl. Weil an Pfingsten aber viele Menschen verreisen und ergo eine geringe Wahlbeteiligung zu erwarten wäre, lässt das Gesetz für diesen Fall eine Ausnahme zu.

Matthias Paul tritt für die SPD an

Die SPD zieht mit einem Kirchenmann ins Rennen ums Bürgermeisteramt. Matthias Paul ist Pastor in der evangelisch-lutherischen Paulus-Gemeinde in der Südstadt. Der aus Soltau stammende 53 Jahre alte Familienvater ist verheiratet mit einer Pastorin und lebt in Ehlershausen. Mit den Sozialdemokraten sympathisierte Paul lange, bevor er vor drei Jahren der Partei beitrat. Seit dieser Ratsperiode gehört er für die SPD dem Rat an und vertritt den Bürgermeister bei Repräsentationsterminen. Paul arbeitet seit 2004 als beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Rates mit. Von 2006 bis 2016 war er Vorsitzender des Präventionsrates.

Die SPD-Basis hob Paul Mitte März auf den Kandidatenschild. Lange vorher stand fest, dass Paul als Nachfolger von Parteifreund und Amtsinhaber Alfred Baxmann auserkoren war. Dabei ist die Kandidatur in der Partei wegen Pauls Nähe zur Kirche nicht unumstritten.

Paul hat nach nach eigenem Bekunden eine kleine Gruppe von Parteifreunden um sich geschart, die ihn berät. In die Wahlkampfplanung will er nach den Sommerferien einsteigen. Derweil bemerke er schon jetzt großes Interesse an seiner Person und seinen Vorstellungen, die Stadt zu gestalten. Solche Begegnungen, die er schon jetzt durchaus offensiv sucht, wolle er nutzen, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und deren Lebenswirklichkeiten kennenzulernen. Gelegenheit dazu, ihn zu treffen, werde es für Bürger beim Jubiläumsschützenfest geben.

Was ihn oder die Partei der Wahlkampf kosten werde, kann Paul im Moment noch nicht beziffern. Paul geht davon aus, dass die Partei den Grundstock finanziert und „ich als Kandidat mein Scherflein beitragen werde“. Um Ratsmandat und Kandidatur neben der Seelsorge stemmen zu können, hat Paul sich im Einvernehmen mit der Landeskirche seinen Dienstauftrag auf 75 Prozent reduziert.

Armin Pollehn tritt für die CDU an

Der 58 Jahre alte CDU-Stadtverbandsvorsitzende Armin Pollehn stammt aus Bad Harzburg, ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Er lebt seit 1992 in Burgdorf, ist Mitglied der TSV-Tennissparte und gehört dem Vorstand des Verkehrs- und Verschönerungs-Vereins an. Pollehn ist als Berater und Coach sowie Leiter einer Sprachenschule in Hannover selbstständig. Er arbeitete vormals zwölf Jahre lang als Referent für Öffentlichkeitsarbeit und stellvertretender Pressesprecher für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers. In die CDU trat er 2012 ein. Vorher hatte er sechs Jahre lang den Vorsitz des FDP-Ortsverbands inne.

„ Das wird ein Marathon“, sagt Pollehn mit Blick auf den vor ihm liegenden Wahlkampf, der bereits mit seiner Nominierung Ende April begann. Wie er diesen angehen wolle, das erarbeite er sich „schon länger mit einem sehr kleinen“ Beraterteam. Aber auch die Ratsfraktion und den Parteivorstand binde er ein. In Workshops wurden dort Inhalte und Themen, die er besetzen wolle, herausgearbeitet. Weil er noch mitten in dieser Planung stecke, könne er gegenwärtig auch noch nicht die Höhe seines Wahlkampfbudgets beziffern.

Pollehn bereitet nach eigener Darstellung zurzeit den Fahrplan für die von ihm angekündigten Bürgerrunden in den Ortsteilen und den Stadtteilen der Kernstadt vor. Dort wolle er im Abstand von vier bis sechs Wochen interessierten Bürgern Rede und Antwort stehen. Nach der Fußball-WM wolle er noch im Sommer zu einer zweiten Bürgerrunde einladen. Wo das sein werde, stehe noch nicht fest. Schon jetzt sei es so, dass er viele Termine wahrnehme, um sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren und das Gespräch mit Wahlberechtigten zu suchen. Das schaffe er neben seinem Beruf nur, indem er in seiner Firma viele Aufgaben delegiere. „Und mit Fleiß“, wie Pollehn betont.

Wer hat Fragen an die Kandidaten?

Wer nächstes Jahr das Spitzenamt im Rathaus erobert, hat großen Einfluss darauf, wohin die Stadt in der Zukunft steuert. Das wirft Fragen auf: Wie soll es weitergehen mit den Stadtfinanzen? Bekommt die IGS ihren Neubau mit oder ohne Oberstufe? Braucht die Stadt kosmetische Korrekturen, um wohnlich zu wirken? Sollten Sie, liebe Leserinnen und Leser, Fragen haben an die Kandidaten und Bewerber, die womöglich später noch einsteigen, können sie diese an die Redaktion schicken: HAZ/NP, Marktstraße 16, 31303 Burgdorf, E-Mail: burgdorf@haz.de und burgdorf@neuepresse.de. Wir reichen Ihre Fragen an die Kandidaten weiter und veröffentlichen dann deren Antworten.

Von Joachim Dege

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