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Region Burgdorf Nachrichten VHS will in neuen Räumen Party schmeißen
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16:16 07.09.2018
Die Verbandsversammlung der Volkshochschule beschaut sich die neu gestalteten Räume an der Bergstraße. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

Die Volkshochschule (VHS) Ostkreis Hannover hat im sogenannten Aldi-Riegel an der Bergstraße neue, zeitgemäß gestaltete Räume bezogen. Das geschah in aller Stille bereits an Ostern. Die Verbandsversammlung hat sich am Donnerstagabend einen Eindruck verschafft von der gelifteten Filiale der mittlerweile 40 Jahre alten Erwachsenenbildungseinrichtung, die von den Kommunen Burgdorf, Lehrte, Sehnde, Uetze, Burgwedel und Isernhagen gemeinsam getragen wird.

Der neue Eigentümer der Immobilie ließ im Frühjahr einen Teil des zweiten Obergeschosses an der Bergstraße 6 umbauen und renovieren, sodass die VHS während der Osterferien aus dem ersten Stockwerk nach oben umziehen konnte. Lichter, freundlicher und großzügiger denn je ist die VHS dort untergebracht, mit einem Büro für die Verwaltung gleich neben dem Flureingang, zählte die mit dem Umbau und Umzug betraute stellvertretende Geschäftsführerin Astrid Voges bei einer Führung die offensichtlichsten Vorteile aufzählte. 15 Quadratmeter Fläche habe die VHS bei dem Umzug hinzugewonnen, obendrein einen großen Aufenthaltsbereich für Begegnungen außerhalb des Seminarbetriebs. Und auch ein Behinderten-WC gebe es mittlerweile.

Der zweite Teil der Renovierungsarbeiten stehe allerdings noch bevor, sagte Voges. In den Herbstferien werde der bisher nur vom Treppenhaus an der Bergstraße 4 zugängliche Flurtrakt im zweiten Obergeschoss saniert. Dort befinden sich außer der alten Küche ein Werk-, ein Gymnastik- und ein Entspannungsraum. Sobald auch dort alles auf Vordermann gebracht sei, könnten beide, bisher noch mit einer Brandschutztür getrennten Flurbereiche miteinander verbunden werden. Wenn voraussichtlich Mitte Oktober alles fertig ist, „wird es eine große Feier geben“, kündigte Voges an.

Verbandsvorsitzender Edgar Ojemann und Geschäftsführerin Elke Vaihinger wähnen die VHS bei der politischen Bildung auf einem guten Weg. Quelle: Joachim Dege

Ankündigungen machte auch Geschäftsführerin Elke Vahinger den Mitgliedern der Verbandsversammlung, die sich aus Vertretern der VHS-Trägerkommunen rekrutiert. Nach dem Umbau stehe der VHS am Standort Burgdorf noch eine Dachsanierung ins Haus. Immer wieder habe es hereingeregnet. Den Wirtschaftsplanentwurf fürs nächste Jahr und ihren Rechenschaftsbericht will die Managerin der Verbandsversammlung am 20. November präsentieren.

Verbandsvorsitzender Hans-Edgar Ojemann aus Isernhagen ließ durchblicken, dass die Zusammenarbeit der VHS mit der Gedenkstätte Ahlem 2019 Früchte tragen werde. So sei eine von der Gedenkstätte organisierte Fahrt nach Auschwitz geplant. „Vielleicht ein Anlass, auch in anderen Bereichen der politischen Bildung wieder tätig zu werden. Die Nachfrage scheint da zu sein“, sagte Ojemann.

Tatsache ist, dass der Bereich politische Bildung im umfänglichen VHS-Programm nur eine Seite einnimmt. Vaihinger plant nach eigener Darstellung für 2019 Veranstaltungen zu den Themen 100 Jahre Weimarer Republik, 100 Jahre Volkshochschulwesen sowie eine Ausstellung am 8. März zur Einführung des Frauenwahlrechts. Der Kommunalpolitiker Detlev Knauer aus Burgdorf mahnte an, die VHS solle sich stärker aktuellen Themen widmen, etwa dem Erstarken des Rechtsextremismus. Vor allem aber möge sie Formate entwickeln, die auch ein jüngeres Publikum ansprechen und nicht ausschließlich das etablierte Bildungsbürgertum. Ojemann versuchte zu vermitteln: „So langsam kommen wir da ja hin.“

166 Kurse im Halbjahr

Die Volkshochschule gibt in ihrer Burgdorfer Dependance an der Bergstraße in diesem Halbjahr 166 Kurse, und zwar vormittags, nachmittags und abends. Die meisten Erwachsenenbildungsangebote macht die VHS im Bereich Gesundheit, gefolgt von Sprachen und kreativem Gestalten. Der Gesundheitsbereich war zuletzt nach einem Spiegel-Bericht über die von Volkshochschulen angeblich praktizierte Volksverdummung mit Esoterik-Kursen bundesweit schwer in die Kritik geraten. Elke Vahinger wehrt sich: Solche Kurse biete die VHS Ostkreis Hannover gar nicht an. Wohl aber Yoga und auch Chigong, eine chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform zur Kultivierung von Körper und Geist. Bei beidem handle es sich um bewährte Entspannungstechniken, rechtfertigt Vahinger solche Kurse. Und auch die in Medizinerkreisen höchst umstrittene, weil laut Studien unwirksame Homöopatie, hat die VHS im Programm.

Ihre Gründung vor nunmehr 40 Jahren feiert die VHS aktuell mit 40 Aktionen, die wöchentlich wechseln. 26 sind bereits gelaufen. Weitere finden sich auf der Internetseite der Einrichtung: www.vhs-ostkreis-hannover.de. Dort können Bildungshungrige auch das VHS-Programm herunterladen.

Von Joachim Dege

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