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Region Burgdorf Nachrichten Rat wählt Silke Vierke zur Stadträtin
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13:01 22.02.2019
Erste Frau in der dreiköpfigen Stadtspitze: Silke Vierke steigt zur Stadträtin auf. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

Erstmals in der Geschichte Burgdorfs steigt eine Frau in die dreiköpfige Stadtspitze auf, die der Bürgermeister und zwei weitere Wahlbeamte bilden. Der Rat hat am Donnerstagabend die Hauptamtsleiterin Silke Vierke zur künftigen Stadträtin gewählt. Vierke folgt im Herbst auf Stadtrat Michael Kugel, der dann die Position des Ersten Stadtrats und stellvertretenden Verwaltungschefs als Nachfolger von Lutz Philipps einnehmen soll.

Rat votiert ohne Gegenstimme für neue Stadträtin

Vierke tritt ihr Wahlamt, in das der Rat sie für die Dauer von acht Jahren wählte, am 4. September an. Ursprünglich hatte Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD) die Hauptamtsleiterin ohne vorherige Stellenausschreibung befördern wollen. Der Rat aber spielte nicht mit. So musste die Stadt die Stadtratsposition überregional ausschreiben. 17 Bewerbungen gingen ein. Anfang Februar stellten sich an zwei Tagen fünf Bewerber im Verwaltungsausschuss der Stadt vor, neben Vierke auch eine weitere Frau. Danach war es am Bürgermeister, sein Vorschlagsrecht auszuüben. Baxmanns Wahl fiel auf Vierke.

Diesem Vorschlag folgte der Rat nun einstimmig. Sprecher aller Fraktionen betonten neben Vierkes Kompetenz das besondere Vertrauensverhältnis, das sie mit der künftigen Stadträtin verbinde. SPD-Ratsherr Hans-Dieter Morich ließ sich dazu hinreißen von einem „Volltreffer für Burgdorf“ zu sprechen. Sogar die Freien Burgdorfer, die die dritte Wahlbeamtenstelle eigentlich gar nicht hatten wiederbesetzen wollen und das Geld lieber eingespart hätten, beugten sich und gaben Vierke ihre drei Stimmen.

Silke Vierke arbeitet seit 1990 im Rathaus

Sie zeigte sich überrascht von der offenen Abstimmung: „Das hätte ich so nicht erwartet“, sagte Vierke, die zwar in Hannover geboren wurde, sich aber als waschechte Burgdorferin bezeichnet. „Ich bin in der Stadt aufgewachsen, habe hier die Schule besucht und bin gut verankert“, sagte die 51-Jährige, die nach der Schule ein Studium als Diplom-Verwaltungswirtin absolviert hatte. Direkt im Anschluss, 1990, warb sie der damalige Personalchef für die hiesige Verwaltung. Stationen in der Tiefbauabteilung und dem Standesamt folgte 2010 die Leitung der Hauptabteilung „mit einem bunten Strauß an Aufgaben“, wie sie sagt.

Ab September kümmert sich die Mutter einer erwachsenen Tochter zusätzlich um Aufgaben wie das Prozessmanagement, beispielsweise bei der Suche nach Fachkräften. Neue Bewerbungsverfahren zählt sie ebenso dazu wie die Personalentwicklung. „Noch finden wir Mitarbeiter, aber wir müssen uns bei den Erziehern, aber auch im technischen Bereich mittelfristig besser aufstellen“, sagte Vierke. Mit Blick auf die Ratssitzung betonte sie: „Ich habe immer gesagt, dass ich wegen meiner Kompetenz gewählt werden möchte und nicht nur, weil ich eine Frau bin.“

Ihr Wunsch: Sie wolle wie bisher mit allen Fraktionen gut zusammenarbeiten und setze dabei auf die Transparenz. „Das gelingt nur mit Kommunikation, auch wenn diese sich bei sieben Fraktionen im Rat schwieriger gestaltet“, sagte Vierke, derzeit beruflich auch für die Betreuung der Ratsgremien zuständig. Privat entspannt sie sich beim Kochen – vor allem von Fischgerichten von typisch deutsch bis thailändisch – und einem guten Glas Wein dazu.

Von Antje Bismark und Joachim Dege

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