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Region Burgdorf Nachrichten Neuer Bus bringt Schüler direkt nach Otze
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17:17 28.09.2018
Zur historischen Sitzung des Otzer Ortsrats hat sich Ortsbürgermeisterin Ulla Träger stilecht angezogen. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Otze

 Sie ist ein Markenzeichen Otzes: Einmal im Jahr kommt der Ortsrat zu seiner historischen Sitzung unter freiem Himmel zusammen. Hunderte verfolgen das Spektakel unter freiem Himmel auf dem Lindenbrink. Die Ortsratsmitglieder setzen zu diesem Anlass einen Zylinder auf und – wer hat –schlüpft in historische Kleidung. Ortsbürgermeisterin Ulla Träger war in ihrem knöchellangen Kleid, der schmal geschnittenen schwarzen Jacke und dem Hütchen auf dem Kopf die bestangezogenste Frau des Abends. Souverän führte sie durch die Sitzung.

Auch wenn die Themen auf der Tagesordnung durchaus Bedeutung für die Otzer haben, bierernst ging es bei der Open-Air-Sitzung am Donnerstag trotzdem nicht zu. Denn vor den Ortsratsmitgliedern standen Bier- und Schnapsglas, die Peter Grupe gewissenhaft immer wieder nachfüllte.

Wenn der Otzer Ortsrat unter freiem Himmel tagt, dann ist der Lindenbrink voll. Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Die Ortsbürgermeisterin konnte eine gute Nachricht verkünden: Nach den Weihnachtsferien ab Montag, 7. Januar 2019, gibt es eine neue Buslinie, die die Kinder aus Weferlingsen, Sorgensen und Dachtmissen einsammelt und auf direktem Weg zu ihrer Grundschule nach Otze bringt und nach Schulschluss wieder zurück. Die Region wolle einen ganz normalen Bus mit bis zu 75 Sitzplätzen einsetzen, sagte Träger. „Wir sind froh, dass die Dritt- und Viertklässler aus den drei Orten dann nicht mehr über Burgdorf fahren müssen“, kommentierte Schulleiterin Karen Lindner die Neuerung.

Damit löst die Region ihr Versprechen ein, eine direkte Buslinie von Weferlingsen, über Dachtmissen und Sorgensen zur Schule einzurichten. Nach den Protesten der Eltern hatte der Verkehrsdezernent der Region, Ulf-Birger Franz, gegenüber dieser Zeitung erklärt, an einer Lösung zu arbeiten. Die kurzfristige Ankündigung der Region, den Sammeltaxi-Transport für die Dritt- und Viertklässler nach den Osterferien einzustellen und die Kinder stattdessen mit Bus und Bahn nach Otze zu schicken, war auf heftigen Widerstand gestoßen. Während der Kleinbus nur wenige Minuten für die Fahrt benötigte, wurde den Grundschülern nun ein täglicher Schulweg von zwei Stunden (Hin- und Rückfahrt) zugemutet. Ganz zu schweigen von den Gefahren beim Umsteigen am Burgdorfer Bahnhof sowie bei Zugausfällen oder Verspätungen. Birger war im März noch davon ausgegangen, dass die neue Buslinie nach den Sommerferien verkehren wird.

Bau des Spielplatzes ist genehmigt

Der neue Spielplatz in Otze kann aller Voraussicht nach wie geplant im Frühjahr in Betrieb gehen. Die Baugenehmigung liegt vor, sodass die Stadtverwaltung die Ausschreibungen für die Geländegestaltung und die Spielgeräte versandt hat. „Die Aufträge sollen dann bis Ende Oktober vergeben werden“, berichtete die Ortsratsbetreuerin. Der Spielplatz am Kötnerkamp bekommt eine Nestschaukel, einen Kletterturm samt Rutschen, einen Balancehügel mit Steinen und Baumstämmen sowie einen Sandspielbereich – so wie es sich die Otzer Familien wünschen.

Hunze: Wir haben vernünftige Besen

In Otze werden künftig die Straßen Am Friedhof, Beekgarten und Barnackersweg jede Woche gereinigt. Bislang kam die städtische Kehrmaschine nur alle 14 Tage. Den Lindenbrink wird die Stadt hingegen nicht mehr regelmäßig reinigen. Der Grund: Die Kehrmaschine lockert das Kopfsteinpflaster. Otzes Ehrenortsbürgermeister Carl Hunze nahm es sportlich: „Wir brauchen keine Kehrmaschine, wir haben vernünftige Besen hier“, sagte er und lud die Otzer gleich für diesen Sonntag, 7 Uhr, zum Fegen des Festplatzes ein, um den Schmutz des Kartoffelmarktes zu beseitigen.

Von Anette Wulf-Dettmer

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