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Region Burgdorf Nachrichten Nachbarschaftsstreit endet mit Geldstrafe
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00:22 27.09.2018
Amtsgericht Burgdorf. Quelle: Joachim Dege (Archiv)
Burgdorf

 Das Amtsgericht hat am Montagvormittag einen 72 Jahre alten Mann zu einer Geldstrafe in Höhe von 1800 Euro verurteilt. Strafrichterin Stephanie Rohe sah es als erwiesen an, dass der Mann seinen Nachbarn beleidigt und ihm gedroht hatte.

Der Angeklagte zeigte sich geständig. Beim Opfer entschuldigte er sich – nachdem die Richterin ihn eindringlich dazu aufgefordert hatte. So kam es, dass das Gericht es noch einmal mit einer Geldstrafe bewenden ließ. Besser hätte es für den einschlägig vorbestraften gebürtigen Berliner nicht laufen können. Weshalb er den Schuldspruch ebenso akzeptierte wie die Staatsanwaltschaft. Damit ist das Urteil rechtskräftig.

So rosig, wie die Sweatjacke, die der Angeklagte trug, hatte es zum Auftakt des Prozesses freilich gar nicht ausgesehen für den gerichtsbekannten Mann, der zuletzt im Januar wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden war und ergo noch unter Bewährung steht. Zumal der neuerliche Anklagevorwurf schwer wog. Im April war der Senior in Ehlershausen – wieder einmal – mit seinem Nachbarn aneinander geraten. Dieses Mal ging es um eine Geldforderung nach vorausgegangenen Prozessstreitigkeiten. Der Angeklagte verlangte Geld von seinem Kontrahenten, beschimpfte diesen als „Scheiß Ausländer“. Dann drohte er: Sollte er nicht zahlen, werde er sicher nicht mehr lange leben – oder ein Kind weniger haben.

Strafverfolgungsbehörde und Gericht sahen darin eine Nötigung in Tateinheit mit Beleidigung, für die das Gesetz eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vorsieht. Eine Nötigung deshalb, weil die ausgestoßenen Drohungen mit dem Ziel verbunden waren, die Zahlungsbereitschaft zu erzwingen.

„Das war nicht so bösartig gemeint“, beteuerte der achtfache Vater in einem wirren Wortschwall gegenüber der Richterin. Dem Opfer sagte er ins Gesicht: „Ich mein’ das nicht so ernst.“ Im Übrigen lebe er seit Mai gar nicht mehr in dem Dorf, sodass das Gericht zuversichtlich unterstellte, es werde zu keinen weiteren Begegnungen kommen. „Gewiss, er hat ein loses Mundwerk. Aber er hat andere Qualitäten. Acht Kinder von verschiedenen Frauen zeigen, dass er bei denen gut wegkommt“, sagte Verteidiger Gerhard Meyer zu Hörste entschuldigend über seinen Mandanten – für die Belustigung der Zuhörer war damit gesorgt.

Von Joachim Dege

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