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Region Burgdorf Nachrichten In der Aue entsteht eine Sohlgleite
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01:40 02.06.2018
Die Bauarbeiten für den Umbau des Auebettes haben begonnen. Im Hintergrund ist der Sohlabsturz mit den drei Stufen zu erkennen. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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Burgdorf

In der Aue sollen Fische demnächst auch flussaufwärts vorankommen. Dafür wird der Sohlabsturz in Höhe des Kleinen Brückendamms zu einer sogenannten Sohlgleite umgebaut, um das Gefälle in diesem Flussabschnitt mitten in der Stadt auszugleichen. Bauherr ist der Unterhaltungsverband Aue-Erse.

Bei dem Sohlabsturz handelt es sich um drei Stufen, über die derzeit noch die Aue flussabwärts rauscht. „Wir werden die Stufen nicht rausreißen, sondern nur an ihrer Oberfläche kratzen“, erklärt Wasserbauingenieur Steffen Hipp vom Unterhaltungsverband auf Anfrage dieser Zeitung. Stattdessen werde das Flussbett mit Steinen aufgefüllt. Unter Wasser werden dafür laut Hipp zwei Riegel angelegt, um den Wasserstand unterhalb des derzeitigen Sohlabsturzes zu erhöhen. Das Material –mehr als 60 Kubikmeter große, rote Steine – lagert auf dem Pferdemarktplatz auf der anderen Uferseite. Um in die Aue zu gelangen, nutzen die Bauarbeiter die Zufahrt an der nördlichen Böschung. Zwei Bagger sind dort im Einsatz.

Einer der beiden Bagger steht mitten im Fluss, um das Bett der Aue mit den roten Natursteinen zu erhöhen. Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Das Ziel der Umgestaltung: „Fische und Kleinstlebewesen sollen künftig die Aue auch flussaufwärts wandern können“, erklärt Hipp. Zudem werde das Kanufahren auf der Aue erleichtert. Wenn die Arbeiten geschlossen sind – das soll noch in dieser Woche sein – werde er eine Probefahrt machen, kündigt Hipp an.

Mit dem Projekt an der Aue soll die Europäische Wasserrahmenrichtlinie erfüllt werden. Sie sieht unter anderem vor, dass Fließgewässer für Fische, Rundmäuler und andere Wasserlebewesen durchgängiger und zwar flussauf- und -abwärts werden. Das kann durch den Abriss von Wehren und Staustufen geschehen oder mit dem Bau von Fischaufstiegsanlagen. Die Wasserrahmenrichtlinie steckt ein ehrgeiziges Ziel: Bis spätestens 2027 sollen sich die Gewässer in einem Zustand befinden, der nur gering von einem natürlichen Zustand abweicht. Auch in der Fuhse wurden bereits Wehre und Sohlabstürze zu Sohlgleiten umgebaut.

Das Material zum Auffüllen des Flussbetts lagert auf dem Pferdemarktplatz. Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Von Anette Wulf-Dettmer

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