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Region Burgdorf Nachrichten Amnesty gibt Menschenrechten eine Bühne
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16:45 05.09.2018
Engagieren sich für Menschenrechte: Heike Könecke, Dieter Reiniger, Erika Büchse, Indrid Henze, Ursula Jung, Otto Ludwig, Eberhard Rumpf und André Ohnold. Nicht im Bild: Sabine Müller. Quelle: Thomas Poppen
Burgdorf

Am 10. Dezember jährt sich der Tag, an dem die Vereinten Nationen die Menschenrechtscharta verkündeten, zum 70. Mal. Die Amnesty-Gruppe für Burgdorf, Burgwedel, Uetze und Sehnde legt aus diesem Grund im Herbst eine Veranstaltungsreihe auf, mit der sie die Menschenrechte ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken will. Dazu planen die Aktivisten eine Ausstellung, eine Filmvorführung, einen Gottesdienst und eine Lesung.

Veröffentlichungen von Menschenrechtsverletzungen in den Medien weltweit vermittelten leicht den Eindruck, dass es zunehmend schlecht bestellt sei um die Menschenrechte. Tatsächlich übernehme Amnesty als deren Anwalt mehr Aufgaben denn je, auch wenn immer mehr Staaten etwa von der Todesstrafe abließen. Wenn nun in diesem Jahr die UN-Menschenrechtscharta 70 Jahre alt werde, gelte es in Erinnerung zu rufen, dass die Menschenrechtsarbeit auch Erfolge vorweisen könne, sagen Erika Büchse, Sprecherin der lokalen Aktionsgruppe, und deren Mitstreiter Eberhard Rumpf.

Das will die neunköpfige Amnesty-Gruppe aufzeigen mit einer Veranstaltungsreihe, die am Montag, 17. September, mit einer Ausstellung über den Krieg und die Menschenrechte beginnt. Die Schau, die um 19 Uhr im St.-Paulus-Kirchenzentrum in der Südstadt eröffnet wird, hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zum Zweck der Bildungsarbeit an Schulen konzipiert. Dessen Bildungsreferent Coskun Tözen vom Bezirksverband Hannover wird die Ausstellung, die bis zum 7. Oktober zu sehen sein wird, eröffnen. Amnesty hat das Gymnasium und die IGS bereits zum Besuch der Schau eingeladen und wolle beiden Schulen zudem Begleitmaterial für den Unterricht zur Verfügung stellen.

„Zentralflughafen THF“ heißt ein Film von Karim Aïnouz: Sieben Geflüchtete leben im Hangar des Flughafens Tempelhof und träumen von einem Neuanfang in Deutschland, während draußen auf dem Rollfeld Berliner versuchen, ihrem Alltag zu entkommen. Ein Film über Gegensätze, der bei der jüngsten Berlinale den Amnesty Film Award gewann und am Mittwoch, 19. September, 20 Uhr, im Kino Neue Schauburg an der Feldstraße zu sehen sein wird.

„70 Jahre Menschenrechte“ ist ein ökumenischer Gottesdienst am Sonntag, 21. Oktober, 10 Uhr, in der Paulus-Kirche überschrieben. Diesen gestalten Pastorin Annabell Demera, St.-Nikolaus-Gemeindereferent Stefan Horn und Superintendentin Sabine Preuschoff.

Den krönenden Abschluss bildet eine öffentliche Lesung im Saal des Schlosses. Dort gehen am Freitag, 16. November, am 19 Uhr fünf Persönlichkeiten für die Menschenrechte in die Bütt und lesen aus eindrücklichen Texten vor, die sich mit den Menschenrechten befassen. Amnesty konnte Bürgermeister Alfred Baxmann, Pastorin Susanne Paul, Edeka-Cramer-Geschäftsführerin Inga Ali, Stadtmarketing-Chef Markus Wzietek und den Scena-Kulturvereinsvorsitzenden Matthias Schorr gewinnen. Eberhard Rumpf moderiert den Abend.

Von Joachim Dege

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