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Die Bauarbeiten im westlichen Abschnitt der Ortsdurchfahrt in Rethmar verzögern sich.

Die Bauarbeiten im westlichen Abschnitt der Ortsdurchfahrt in Rethmar verzögern sich.
© Patricia Oswald-Kipper

Sehnde

B 65: Die Bauarbeiten verzögern sich nochmal

Die Arbeiten an der B 65  in Rethmar verzögern sich nochmals um zwei Tage. Grund sind Probleme im Untergrund, die zwischen dem Bode-Ring und dem westlichen Ortsausgang aufgetreten sind.

Rethmar.  Die Bauarbeiten an der B 65 in Rethmar verzögern sich nochmals um zwei Tage. Ursache dafür sind Probleme im Untergrund, die die Arbeiten nun am letzten westlichen Abschnitt der Straße schwieriger machen. Die Ortsdurchfahrt in Richtung Sehnde soll damit erst am 22. November wieder möglich sein.

In  dem Bereich zwischen Bode-Ring und dem westlichen Ortsausgang wurde wie an vielen anderen Stellen der B 65 in Rethmar auch unter dem Asphalt altes Pflaster entdeckt. Das muss nun raus. Erst dann kann ein neuer tragfähiger Untergrund für die Straße entstehen. „Die Arbeiten dauern dadurch zwei Tage länger“, erklärt Michael Much von der für den Bau verantwortlichen Ingenieurfirma. Die Ortsdurchfahrt Rethmar kann damit erst ab dem 22. November wieder komplett befahrbar sein. „Das ist ein fixer Termin. Den wollen wir unbedingt einhalten“, sagt Much. 

Die ansässigen Geschäftsleute sind von den Bauarbeiten im Ort und den damit zusammenhängenden Sperrungen genervt. „Das schädigt die gesamte Infrastruktur des Ortes und bedeutet für uns enorme Einbußen“, sagt Rainer Digwa, Besitzer des Gutshofs, der unter anderem eine Gastronomie unterhält und regelmäßig kulturelle Veranstaltungen anbietet. „Hätten wir früher gewusst, dass es so lange dauert, hätten wir reagieren können – etwa mit Kurzarbeit“, sagt Digwa. Er will nun auch rechtliche Schritte gegen die verantwortliche Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr prüfen. 

Auch Blumenhändlerin Monika Geffers ärgert sich über das Vorgehen. „Wenn die Arbeiten schon bei einer Komplettsperrung der Straße stattfinden müssen, dann sollte es zumindest schneller gehen“, sagt sie. Geffers erwartet nun, „dass der Bürgermeister da mehr Druck macht“. Ursprünglich sollte die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Rethmar während der Herbstferien erledigt sein. Nachdem bei den Bauarbeiten dann an mehreren Stellen altes Pflaster im Untergrund entdeckt worden war, wurden die Bauarbeiten in einem ersten Schritt um mehrere Wochen bis zum 20. November verlängert. 

Auch bei der Autowerkstatt Buschleb an der Hauptstraße wird durch die wochenlange Sperrung die Arbeit enorm behindert. „Wir haben hier noch eine Menge Winterreifen eingelagert, die noch nicht abgeholt wurden“, sagt Hans-Georg Buschleb, Seniorchef der Werkstatt. Die auswärtigen Kunden wüssten einfach nicht, wie sie nach Rethmar in die Werkstatt gelangen könnten. Zusammen mit seinem Sohn will er die Werkstatt bis zum 15. November aufgeben, der Betrieb wird eingestellt. „Bis dahin müssen die Reifen unbedingt raus“, sagt Buschleb. 

Über die unzureichende Beschilderung klagt auch Gutshof-Besitzer Digwa. „Das ist eine komplette Katastrophe.“ Von Lehrte aus kommend werde den Autofahrern auf der Straße Ramhorst etwa signalisiert, dass die Zufahrt nach Rethmar wegen der Baustelle gesperrt sei. „Dabei kann man bis zum Dorfladen und auch bis zum Gutshof oder zur Kirche durchfahren“, sagt Digwa. Veranstaltungsbesucher seien irritiert. „Wir haben deswegen viele Anrufe“, sagt Digwa.  Per Telefon würden die Gäste dann zum Gutshof geleitet. Aber auch Busse mit Gästen für den Gutshof würden wegen der Beschilderung fehlgeleitet. „Auf den Schildern heißt es, dass es im Ort keine Wendemöglichkeit gibt. Das stimmt einfach nicht“, ärgert sich Digwa. 

Die verantwortliche Landesbehörde hat die Stadt Sehnde mit der Beschilderung der Umleitungen beauftragt. Torsten Winter vom städtischen Fachdienst betont, dass mit der aktuellen Beschilderung vor allem der überregionale Verkehr, insbesondere der Schwerlastverkehr, „aus dem Ort rausgehalten werden soll“. Er warnt auch vor zu vielen Informationen an den Straßenrändern: „Man kann nicht alles zuschildern“, sagt er.  Den Beschwerden will er jetzt dennoch nachgehen. „Wir werden uns das gerne noch einmal anschauen“, sagt Winter.

Von Patricia Oswald-Kipper


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