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Region Burgdorf Nachrichten Lastenrad Hannah soll Gesellschaft bekommen
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00:41 31.05.2018
Wilfried Stürmer-Bortfeldt vom ADFC ist mit einem Lastenfahrrad auf der Marktstraße unterwegs. Quelle: Köhler
Burgdorf

Lastenräder sind umweltfreundlich und überall dort, wo Parkraum knapp und Staus programmiert sind, eine Alternative zum Auto. Aber: In Burgdorf gibt es noch zu wenig davon, meint der Ortsverein des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC), der das jetzt ändern will.

Und zwar mithilfe von WiLas. Das Kürzel steht für „Wir nutzen Lastenräder“. Gefördert wird das Projekt vom Bundesumweltministerium, der nationalen Klimaschutzinitiative und dem Projektträger Jülich, der als Teil des Forschungszentrum Jülich Forschungsvorhaben für Ministerien und die Europäische Kommission umsetzt.

Nach dem Vorbild Car-Sharing, so die Idee, könnten sich Nachbarn, Freunde, Vereine oder Unternehmen zusammentun und ein Lastenrad gemeinschaftlich erwerben und nutzen. „In Hannover läuft das Projekt schon. Dort gibt es beispielsweise einen Bäcker, der seine Brötchen so ausliefert“, sagt Wilfried Stürmer-Bortfeldt vom ADFC. Möglichkeiten gebe es zahlreiche, ergänzt ADFC-Sprecherin Beate Rühmann: Kindergarteneltern, Kirchengemeinden oder den Einzelhändler, der seinen Kunden ein Lastenrad zum Transport der im Laden gekauften Waren anbietet. „In ein Lastenfahrrad passt so viel wie in den Kofferraum eines Golfs“, sagt Rühmann. „Noch besser ist es natürlich, wenn sich Nachbarn zusammenschließen“, sagt Stürmer-Bortfeldt.

„Wir sind in der Öffentlichkeit unterwegs und haben das Projekt auch schon der Stadtverwaltung vorgestellt“, sagt Rühmann. Insbesondere für die Mitarbeiter, die Baumpflege betreiben, sei ein Lastenrad ideal. „Man könnte ein kommunales Fahrzeug einsparen, den Einsatz mit Listen planen.“ Wenn sich die Kommunalpolitiker beim Stadtradeln nur richtig ins Zeug legten und gemeinsam die meisten Kilometer in der Region zusammenbrächten, erhielten sie dafür von der Region kostenfrei ein Lastenrad für Burgdorf, versucht Rühmann anzuspornen.

Ob sich die Anschaffung eines Lastenrades, das ab 1600 Euro aufwärts kostet, überhaupt lohnt und welche Einzelheiten beim gemeinschaftlichen Nutzen zu beachten sind, können Interessierte von den Fachleute des ADFC erfahren. Auch das Ausleihen eines Lastenrades ist beim ADFC möglich. Und zwar nicht nur in der Innenstadt, auch wenn das regionale Pilotprojekt dort angesiedelt ist. „Wir haben in der Region vier verschiedene Typen. Für Ältere bietet sich eher das Dreirad an, weil es nicht so leicht umkippt“, sagt Rühmann. Außerdem gebe es auch eine motorisierte Variante, mit der sich noch mehr Kilometer zurücklegen ließen.

Der ADFC Burgdorf/Uetze ist per E-Mail an info@adfc-burgdorf.de zu erreichen. Das Projektteam in Hannover über die Internetseite www.adfc-hannover.de/wilas und telefonisch unter Telefon (0511) 1640312 und (0511) 8076094.

Von Sandra Köhler

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