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Nachrichten Kommissariat ist stolz auf Rekordaufklärungsquote
Region Barsinghausen Nachrichten Kommissariat ist stolz auf Rekordaufklärungsquote
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01:55 10.03.2018
Kripochef Joachim Eickmeyer (links) und Kommissariatsleiter Achim Bense präsentieren die jüngste Kriminalitätsstatistik für das Barsinghäuser Stadtgebiet. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

 Die Zahl der von der Polizei bearbeiteten Straftaten im Barsinghäuser Stadtgebiet ist im vergangenen Jahr leicht gesunken: Registriert wurden 1859 Taten gegenüber 1966 Straftaten im Jahr 2016. Deutlich gesteigert hat die Barsinghäuser Polizeidienststelle die Aufklärungsquote: Nach den Worten von Kommissariatsleiter Achim Bense und Kripochef Joachim Eickmeyer sind 2017 in Barsinghausen 71,27 Prozent aller bearbeiteten Taten aufgeklärt worden. Im Vorjahr waren es noch 64,2 Prozent. Die durchschnittliche Aufklärungsquote im Land Niedersachsen liegt bei lediglich 61 Prozent. „Das ist für uns ein herausragender Wert“, sagt Eickmeyer. „Darauf sind wir schon ein bisschen stolz.“ Polizeichef Bense würdigt die hohe Quote auch als Ergebnis der guten Teamarbeit im Barsinghäuser Kommissariat: „Alle Mitarbeiter dieser Dienststelle sind daran maßgeblich beteiligt“, betont er. „Das ist die Arbeit von vielen.“ Manche Delikte wie etwa Trickdiebstähle oder Sexualstraftaten werden von zentralen Ermittlungsgruppen bei der Polizeiinspektion bearbeitet. Das habe sich bewährt, sagt Bense. „Alle Dienststellen haben Kollegen in diese Gruppen abgegeben.“ 

Für das Sicherheitsgefühl der Bürger entscheidend sind vor allem Raub- und Gewaltdelikte auf den Straßen sowie Einbrüche. Die Zahl der Raubdelikte in Barsinghausen lag 2017 mit 13 Taten exakt auf Vorjahresniveau, darunter sind vier Überfälle auf Straßen und Plätzen. Die Zahl der Körperverletzungen ist leicht von 246 auf 261 gestiegen. Insgesamt summieren sich die sogenannten Rohheitsdelikte einschließlich Nötigung und Bedrohung auf 366 Fälle gegenüber 351 im Jahr 2016. Die Aufklärungsquote bei den Rohheitsdelikten ist auf 93,99 Prozent geklettert. „Gerade bei Körperverletzungen werden uns die Täter bei Anzeigen gleich mit geliefert“, erläutert Eickmeyer die hohe Quote.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist von 64 Taten auf 41 im vergangenen Jahr gesunken. Gleichzeitig registriert die Barsinghäuser Polizei mit 51,2 Prozent in diesem Bereich eine außergewöhnlich hohe Aufklärungsquote (Vorjahr 12,5 Prozent). Das habe mit einer ganzen Serie von Taten zu tun, für die in Süddeutschland der mutmaßliche Täter ermittelt werden konnte, sagt Eickmeyer.  Die Zahl der Diebstähle insgesamt ist ebanfalls deutlich rückläufig: von 645 auf zuletzt 516 Taten. In dieser Zahl sind Ladendiebstähle (86) ebenso enthalten wie Diebstähle aus Autos (71), Fahrraddiebstähle (53) und auch zwölf Taschendiebstähle. „Der Rückgang ist sehr erfreulich“, sagt Eickmeyer. „Wir hoffen, dass der Trend anhält.“ Die Aufklärungsquote bei allen Diebstahlsdelikten lag 2017 bei 46,4 Prozent.

Die Zahl der Betrugstaten hat von 319 auf 250 deutlich abgenommen, gestiegen sind dagegen die Urkundenfälschungen (von 17 auf 31 Fälle) und die Sachbeschädigungen. Hier hat die Barsinghäuser Polizei 212 Fälle bearbeitet gegenüber 185 im Vorjahr.

Die Zahl der Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz hat nach einem Rückgang im Vorjahr  nun wieder auf 172 zugelegt. Der Löwenanteil entfiel auf Menschen, die mit Cannabis aufgefallen sind (110 Fälle) sowie 38 Taten von Drogenhandel und -anbau. Andere Drogen spielen in Barsinghausen nur eine untergeordnete Rolle. Polizeichef Bense hält die Diskussion um eine mögliche Legalisierung von Cannabis für falsch. „Das befürworte ich überhaupt nicht“, sagt er. „Eine Legalisierung würde mehr Schaden anrichten als nützen.“

Die Barsinghäuser Polizei hat für 2017 auch die Zahl der Straftaten von Flüchtlingen und Asylbewerbern ohne gesicherten Aufenthaltsstatus in ihrer Statistik ausgewiesen. „Es gibt Taten, aber die sind kein großes Problem“, betont Eickmeyer. Das Kommissariat hat 94 von Flüchtlingen begangene Taten registriert, zumeist Körperverletzungen, Eigentumsdelikte und Betäubungsmittelverstöße. Weitere 33 Taten haben Zuwanderer untereinander begangen, oft handelte es sich dabei um Körperverletzungen. In 13 Fällen sind laut Polizei Flüchtlinge selbst Opfer von Straftaten wie etwa Diebstählen oder Körperverletzungen geworden.

Von Andreas Kannegießer

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