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Nachrichten Stiftung erinnert mit Stolperstein an Friedrich Meyer
Region Barsinghausen Nachrichten Stiftung erinnert mit Stolperstein an Friedrich Meyer
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00:16 29.09.2017
Mit dem vorerst letzten neuen Stolperstein gedenkt die Siegfried-Lehmann-Stiftung des Euthanasie-Opfers Friedrich Meyer. Quelle: Johanna Kruse
Landringhausen

Friedrich Meyer ging in Landringhausen zur Schule, lernte dort den Beruf des Schlachters und lebte bis 1919 im Ort. Das Haus an der Beekestraße 3, damals noch Landringhausen Nummer 29, war sein Zuhause. Nun hat die Siegfried-Lehmann-Stiftung auf dem Gehweg vor dem Haus einen Gedenkstein für Meyer eingelassen - denn er wurde zum Opfer des Nationalsozialismus.

Im Ersten Weltkrieg wurde Meyer zum Kriegsdienst eingezogen. Nach seiner Rückkehr heiratete er, seine Frau verstarb allerdings schon 1923. Daraufhin geriet der Landringhäuser auf die schiefe Bahn, beging Straftaten und wurde unter anderem wegen Unterschlagung, Hehlerei, Zuhälterei und Betrugs verurteilt. Außerdem rutschte Meyer in die Alkoholabhängigkeit und wurde deswegen in sogenannte Schutzhaft genommen. 1938 wurde er schließlich wegen seines verwirrten Zustandes in der Beobachtungsstation Langenhagen aufgenommen, von wo aus er sechs Wochen später in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt in Wunstorf verlegt wurde. Nach einem weiteren Wechsel zu einer Anstalt in Nassau landete Meyer schließlich in Hadmar, wo er, vermutlich durch systematisches Verhungern, wenig später starb.

"Wir möchten diesen armen Menschen, denen die Würde genommen wurde, diese mit dem Gedenken an sie wiedergeben", sagte Reinhard Dunkel von der Siegfried-Lehmann-Stiftung bei der Steineinlassung. Schüler der Goetheschule berichteten während der Zeremonie von Meyers Leben. Auch eine entfernte Verwandte des Opfers nahm an der Verlegung des Stolpersteins teil.

In den vergangenen Wochen hat die Stiftung sieben Stolpersteine in der Stadt verlegt. Zwei davon wurden zum Gedenken an jüdische Opfer eingelassen, fünf erinnern an Euthanasie-Opfer, darunter auch an Friedrich Meyer.

Von Johanna Kruse

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