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Nachrichten Kindergarten in Stemmen ist reaktiviert
Region Barsinghausen Nachrichten Kindergarten in Stemmen ist reaktiviert
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11:58 12.08.2018
Im Rahmen ihrer Sommerreise haben sich die SPD-Mitglieder auch die Kita Stemmen angeschaut. Quelle: Malecha
Stemmen

Neuer Boden, neue Möbel und neue Elektrik: Seit Anfang August ist der Kindergarten in Stemmen wieder in Betrieb. Das Vorhaben zur Reaktivierung war Teil des Aktionsprogramms InKiB 2017 (Initiative für mehr Kinderbetreuung in Barsinghausen). Damit möchte die Stadt kurzfristig zusätzliche Betreuungsplätze schaffen, um der großen Nachfrage nach Kindergarten- und Hortplätzen zu begegnen.

Es hat sich viel getan in dem Gebäude, das seit 2014 zunächst leer stand. Damals hatte die Einrichtung geschlossen, als im benachbarten Ortsteil Großgoltern eine neue, moderne Einrichtung in Betrieb genommen worden war. Eigentlich hatte die Stadt das Gebäude in Stemmen danach abreißen wollen. Im Zuge der Flüchtlingskrise sei der alte Kindergarten dann aber als mögliche Notunterkunft für Asylbewerber im Bestand gehalten worden. Nun werden in den Räumen wieder zahlreiche Jungen und Mädchen betreut.

Im Rahmen ihrer Sommerreise haben sich die SPD-Mitglieder auch die Kita Stemmen angeschaut. Quelle: Malecha

Insgesamt 50 Kinder sollen den Kindergarten bald wieder besuchen. Ein Teil von ihnen nutzt die Räume seit Anfang des Monats bereits wieder. Damit das möglich wurde, hat die städtische Gebäudewirtschaft einiges in und an dem Gebäude getan. „Eigentlich sollte die Kita schon zu Jahresanfang wieder genutzt werden, doch wegen unvorhersehbarer Dinge hat sich die Sanierung verzögert“, sagt Bora Kansu, Leiter der Gebäudewirtschaft, der den Mitgliedern der SPD durch die Einrichtung geführt hat. „Unter anderem wurde Asbest im Bereich der Unterdecke gefunden, der dann fachgerecht entsorgt werden musste.“ Zudem musste die Elektrik erneuert werden und auch die Türen wurden mit einer Panikverriegelung versehen. „Auch die Trinkwasserleitungen mussten in Stand gesetzt werden.“ Bisher haben die Arbeiten an dem Gebäude rund 118.000 Euro gekostet. „Da ist aber noch nicht alles abgerechnet.“ Unter anderem muss auch noch am Außengelände gearbeitet werden. Doch auch das soll bis Ende August fertiggestellt sein.

Zunächst fünf Jahre lang ist die Kita wieder in Betrieb. „Danach müssen wir gucken, wie der Bedarf ist und ob sich eine weitere Investition in das Gebäude lohnt“, sagt Erster Stadtrat Thomas Wolf. Denn spätestens dann stünden wohl auch größere Maßnahmen am Dach der Kita an. Die SPD-Mitglieder jedenfalls zeigten sich Begeistert von der sanierten Kita. „Es sieht fast aus wie neu – ein echtes Schmuckstück“, lautete das einstimmige Urteil der Anwesenden.

75 neue Betreuungsplätze geschaffen

In Barsinghausen müssen kurzfristig voraussichtlich rund 170 zusätzliche Kinderbetreuungsplätze in Kitas und Krippen geschaffen werden. Daher hat die Stadt das Programm InKiB 2017 (Initiative für mehr Kinderbetreuung in Barsinghausen) erarbeitet. „Derzeit überarbeiten wir die Kita-Planung nochmals mit aktuellen Zahlen“, sagt Erster Stadtrat Thomas Wolf. Denn derzeit steige sowohl der Bedarf als auch die Nachfrage. Einige neue Plätze wurden im Stadtgebiet bereits geschaffen, andere kommen noch in diesem Jahr dazu.

In der Kita Stemmen werden künftig 50 Jungen und Mädchen betreut und vor wenigen Wochen hat auch die neue Großtagespflege Die kleinen Entdecker mit acht Plätzen an der Mindener Straße in Nordgoltern eröffnet. Zudem sollen in der Kita Wirbelwind der Hoffnungsgemeinde werden zehn neue Plätze entstehen. 15 Plätze können in einer Krippe am Kirchdorfer Bahnhof voraussichtlich noch im dritten Quartal dieses Jahres geschaffen werden. „Dieses Jahr können 60 Kita und 25 Krippenplätze realisiert werden“, sagt Wolf zuversichtlich. Auch in Göxe laufen derzeit Gespräche mit einer Elterninitiative. Dort sollen in der Bauernhof-Kita 15 Plätze geschaffen werden. „Dort ist die Initiative auf einem sehr guten Weg“, sagt Wolf.Für 2019 ist zudem noch die Inbetriebnahme der neuen Kita Gänsefüßchen geplant, die in Barsinghausen gebaut wird –auch wenn dafür noch die Förderbescheide ausstehen. Dort werden laut Planung der Verwaltung künftig 50 Jungen und Mädchen betreut.

Zudem sollen auch in Egestorf eine Kita und eine Großtagespflege entstehen. Auch die Petrusgemeinde will eine neue Gruppe mit 15 Plätzen anbieten.

Von Lisa Malecha

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